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Wasser fliesst nicht nach oben

Politische Gemeinde und Melioration Rheinebene präsentierten ein Vorprojekt zur Entwässerung des Gebiets Lehenmad. Zudem wurde die Möglichkeit der Trassierung eines Rad- und Gehwegs vorgestellt.
Gerhard Huber
Matthias Kreis (Melioration Rheinebene) erläuterte das Vorhaben der Entwässerung. (Bild: Ulrike Huber)

Matthias Kreis (Melioration Rheinebene) erläuterte das Vorhaben der Entwässerung. (Bild: Ulrike Huber)

Die Entwässerung von landwirtschaftlichen Gebieten und teils auch Wohngebieten, denen die Vernässung und Versumpfung droht, ist ein für die Bevölkerung wichtiges Thema. Denn trotz Fussballabend und dem gleichzeitig stattfindenden letzten Gruppenspiel der Schweiz fanden an die 50 Besucher am Dienstagabend den Weg in den Diepolds-auer Freihofsaal, um sich über die projektierte Entwässerung des Gebiets Lehenmad informieren zu lassen.

In altersbedingt sehr schlechtem Zustand

Gemeindepräsident Roland Wälter hatte mit Matthias Kreis von der Melioration Rheinebene und Reto Walser vom Büro Bänziger Partner fach- und sachkundige Personen geladen, die die bisher vorliegenden Pläne vorstellten.

Die Hauptleitung der Entwässerung Lehenmad, einem Gebiet mit einer Fläche von 58 ha, wurde in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts erstellt und ist in altersbedingt sehr schlechtem Zustand: lokale Schäden an den Rohren, Setzungen, eine ungünstige Einleitung in den Sickerkanal, sehr geringe Gefälle, ja teilweise sogar Gegengefälle. Und dass Wasser nicht nach oben fliessen kann, ist wohl jedem bewusst. Dies hat zu einem veränderten Abflussverhalten geführt, von dem speziell auch die Siedlungsentwässerung betroffen ist.

Bereits im Jahr 2008 wurde ein Vorprojekt erarbeitet und jetzt in enger Zusammenarbeit der Melioration Rheinebene, die für die landwirtschaftlich genutzten Flächen zuständig ist, und der Gemeinde Diepoldsau ein eingabe- und genehmigungsreifer Plan erarbeitet.

So sollen die Drainagen Vordere Schwelli und Eisenriet samt Sammelleitungen sowie die Hauptstränge bis zur Einleitung in den parallel zum Rheindamm führenden Sickerkanal mit grösseren Durchmessern und damit höherer Kapazität erneuert werden. Um künftig Rückstau aufgrund des geringen Gefälles aus dem wenig aufnahmefähigen Sickerkanal zu verhindern, wird der Hauptstrang Oberrieterstrasse– Sickerkanal als offenes Gerinne mit 1,5 m Tiefe neu parallel zur Oberrieterstrasse geführt werden. Zusätzlich wird ein Pumpwerk eingebaut, das gewährleistet, dass künftig die Meteor- und Drainagewasser ohne Rückstau abfliessen können.

Öffentliche Auflage des Projekts erfolgt im Herbst

Reto Walser präsentierte auch die Kostenschätzung, die von einem gesamten Aufwand in Höhe von sechs Mio. Franken ausgeht. Kanton und Bund haben bereits zugesagt, die Massnahmen mit einem Kostenanteil von etwa 53 Prozent der beitragsberechtigten Kosten von etwa 4,5 Mio. Franken, also mit etwa 2,4 Mio. zu fördern. Dies wird letztlich für die Gemeinde Diepoldsau einen Aufwand von 2,2 Mio. und für die Melioration Rheinebene von 1,4 Mio. Franken bedeuten. Die öffentliche Auflage der Projektpläne erfolgt voraussichtlich im Herbst.

Anschliessend zum Entwässerungsprojekt wurde von Roger Durot von FKL & Partner noch eine Skizze zur möglichen Trassierung eines Geh- und Radwegs nördlich entlang der Oberrieter­strasse von der Kleewiesstrasse bis zur alten Rheinbrücke vor­gestellt. Was bei der anschliessenden angeregten Diskussion zur Frage führte, ob nicht eine südseitige Trassenführung sinnvoller wäre – und ob ein derartiger Weg überhaupt nötig und sinnvoll ist.

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