Warum ich Gallerien nicht mag

«Deutsche Sprak, schwere Sprak» wird gerne gewitzelt, wenn Fremdsprachige sich Mühe geben, in offenbar mühselig erlerntem Deutsch mit uns zu reden. Hinsichtlich Rechtschreibung geradezu dramatisch kommt manches von einem Fremdsprachigen formulierte Schreiben daher.

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«Deutsche Sprak, schwere Sprak» wird gerne gewitzelt, wenn Fremdsprachige sich Mühe geben, in offenbar mühselig erlerntem Deutsch mit uns zu reden. Hinsichtlich Rechtschreibung geradezu dramatisch kommt manches von einem Fremdsprachigen formulierte Schreiben daher. Grad letzthin habe ich gelesen: «Zahlung via bank übersesung vor die Fest» oder «besucher müss auf eingener kosten hin kommen». Dass auch viele Deutschsprachige nicht sattelfest sind, zeigt sich in unzähligen Internetauftritten, wo auf eine Gallerie verlinkt wird (statt richtigerweise auf eine Galerie). Das wär weiter nicht dramatisch, wenn ich da nicht immer an bittere Verdauungssäfte denken müsste. Belustigend finde ich hingegen, wenn jemand von einem Specktakel schreibt (richtig: Spektakel). Ich muss da immer an ein wohlgenährtes Hündchen denken, an einen Speck-Dackel. Allerdings – und ich höre unsere Leserinnen und Leser geradezu laut «aber» schreien – steckt auch in so manchem Text in der Zeitung der eine oder andere «Hund» drin. Das gebe ich gerne zu. Und gelohbe Beserung.