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Warten auf weitere geldpolitische Massnahmen der EZB

Die Teuerung im Euroraum hat im Februar noch einmal einen kräftigen Dämpfer erfahren. Schuld sind die rückläufigen Energiepreise. Damit steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), anlässlich ihres Treffens vom kommenden Donnerstag mit weiteren geldpolitischen Massnahmen nachzulegen.

Die Teuerung im Euroraum hat im Februar noch einmal einen kräftigen Dämpfer erfahren. Schuld sind die rückläufigen Energiepreise. Damit steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), anlässlich ihres Treffens vom kommenden Donnerstag mit weiteren geldpolitischen Massnahmen nachzulegen. Solche könnten auch unsere Schweizerische Nationalbank (SNB) zu einer Reaktion zwingen, sollte der Euro in der Folge unter Druck geraten.

Erst vor wenigen Wochen stellte EZB-Präsident Mario Draghi weitere geldpolitische Lockerungsmassnahmen in Aussicht. Anders als im Dezember dürfte die EZB am Treffen vom 10. März auf diese Worte auch Taten folgen lassen. Wenn die Entscheidungsträger nächste Woche am Hauptsitz in Frankfurt zusammenkommen, steht ihnen eine sehr schwierige Aufgabe bevor. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlangen nach einem geballten Massnahmenpaket. Seit Montag ist bekannt, dass die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent gefallen sind. Noch im Januar war die Teuerung um 0,3 Prozent gestiegen. Als bremsend erwiesen sich die im Jahresvergleich um 8 Prozent nachgebenden Energiepreise. Damit bleiben die Verbraucherpreise weiterhin deutlich hinter dem Zielwert der EZB von 2 Prozent zurück. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die europäischen Währungshüter sowohl bei der noch im Dezember mit 1,7 Prozent angegebenen diesjährigen Wachstumsprognose für das BIP als auch bei jener für die Teuerung von 1 Prozent den Rotstift ansetzen müssen.

Auch die Finanzmärkte muss das Massnahmenpaket überzeugen, soll es die gewünschte Wirkung entfalten. Denn die Märkte werden den geldpolitischen Interventionen rund um den Globus zusehends müde. Gleichzeitig wächst gerade in Deutschland der politische Widerstand gegen die Wertpapierkäufe im Umfang von 60 Milliarden Euro im Monat. Eine Verlagerung auf Anleihen aus den europäischen Peripherieländern oder auf andere Anleihen geringer Schuldnerqualität gilt als unwahrscheinlich.

Vermutlich wird die EZB die Wertpapierkäufe auf monatlich 75 bis 80 Milliarden Euro erhöhen und gleichzeitig den negativen Einlagezins für die Geschäftsbanken von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent ausweiten. Sollte der Euro im Zuge weiterer geldpolitischer Interventionen wieder unter Druck geraten, müsste die SNB reagieren. Da der 3-Monats-Libor-Satz schon heute bei minus 0,75 Prozent liegt, sind Fremdwährungskäufe aus Schweizer Sicht die wahrscheinlichste Antwort.

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