Warnung vor dem fremden Mann

In Diepoldsau spricht ein Mann Kinder auf der Strasse an und versucht sie ins Auto zu locken. Die Kantonspolizei ist informiert und geht der Sache nach.

Susi Miara
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DIEPOLDSAU. «Achtung! In Diepoldsau lungert ein Mann in einem schwarzen Auto herum und passt junge Knaben und Mädchen ab. Er lockt sie mit Süssigkeit ins Auto. Informiert Eure Nachbarn und Freunde. Bis jetzt hat er es auf blonde Kinder abgesehen.» Dieser Beitrag in den sozialen Medien führt derzeit in Diepoldsau zu Verunsicherung.

«Die Eltern des betroffenen Kindes haben den Vorfall beim Polizeiposten in Widnau gemeldet», sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Hanspeter Krüsi, auf Anfrage. Ein fünfjähriges Mädchen sei von einem Mann angesprochen worden. Als es weglief, habe der Mann das Kind verfolgt, bevor er mit dem Auto davonfuhr. Der Vorfall habe sich am Montag gegen 17.15 Uhr an der Kreuzung Obergiessenstrasse in Diepoldsau ereignet.

Schulleitung hat reagiert

Auch die Schulleitung des Schulhauses Kirchenfeld hat sofort reagiert und mit einem Schreiben die Eltern der Kindergarten- und Unterstufenkinder im Mitteldorf und Kirchenfeld über den Vorfall informiert. In einem an die Eltern adressierten Brief teilt sie mit, dass sie mit dem Polizeiposten Widnau Kontakt aufgenommen habe. Dabei habe die Schulleitung erfahren, dass inzwischen noch eine zweite Meldung bei der Polizei eingegangen sei.

Richtiges Verhalten

Die Schulleitung bittet die Eltern, mit ihren Kinder über diese Vorfälle zu sprechen und empfiehlt, den Kindern von Zeit zu Zeit solche Gefahren in Erinnerung zur rufen. Die Kinder sollen niemals von Fremden Geschenke annehmen oder bei einer fremden Person ins Auto steigen, auch dann nicht, wenn diese sagt, die Mutter oder der Vater wünsche dies. Weiter rät die Schulleitung: «Wenn Erwachsene im Auto nach dem Weg fragen, nie zu nahe beim Fahrzeug stehen oder gar mitgehen. Nach Möglichkeit sollen sich Schüler auf dem Schulweg in Gruppen aufhalten.»

Obwohl die Meldung diesmal den Tatsachen entspricht, findet die Kantonspolizei Warnungen auf Facebook kontraproduktiv. Selbstinitiative führe oft zu Hysterie. «Vielmehr sollten die Eltern gemeinsam mit den Kindern solche Vorkommnisse aufarbeiten», empfiehlt Hanspeter Krüsi. Einen Leitfaden dazu findet man auf der Homepage der Kantonspolizei unter www.kapo.sg.ch.