Wann ist es ein Notfall?

Nach den Herz-Lungen- und den Magendarm- seien heute die Symptome der Harn- und Geschlechtsorgane erwähnt, die notfallmässige Interventionen bedürfen:

Drucken
Teilen

Nach den Herz-Lungen- und den Magendarm- seien heute die Symptome der Harn- und Geschlechtsorgane erwähnt, die notfallmässige Interventionen bedürfen:

1. Brennen beim Wasserlösen: Meist handelt es sich um eine Blasenentzündung. Solange keine Nierenschmerzen, kein Fieber und kein Schüttelfrost bestehen, kann zu Beginn versucht werden, mit viel trinken die Erreger aus den Harnwegen zu spülen. Eine Notfall-Konsultation ist eigentlich nur bei den genannten Begleitsymptomen nötig.

2. Blut im Urin: Eine Suche der Blutungsquelle ist ausser bei banalen Infekten immer nötig. Allerdings ist dies nur notfallmässig nötig, wenn die Blutmengen gross sind, so dass ein gefährlicher Blutverlust droht, was aber bei Blutungen im Harn- und Geschlechtsorgane-Bereich äusserst selten vorkommt.

3. Harnverhalten: Wenn trotz starkem Urindrang das Wasserlösen nicht möglich ist, ist meist eine Prostatavergrösserung die Ursache. Harnverhalten kommt also meist bei Männern vor.

Da das Symptom zwar nicht akut gefährlich, aber sehr unangenehm ist, ist meist ein notfallmässiges Vorgehen nötig.

4. Neu aufgetretene starke Hodenschmerzen brauchen eine notfallmässige Abklärung, da eine Verdrehung eines Hodens die Ursache sein kann. Falls nicht notfallmässig eingegriffen wird, könnte die Blutzufuhr abgeklemmt werden, was innert Stunden zum Absterben des Hodengewebes führen könnte.

5. Kontaktblutung: Blutungen beim Geschlechtsverkehr hören meist schnell und spontan auf. Eine Notfall-Konsultation ist nur nötig bei Verlust von sehr grossen Blutmengen.

6. Brustdrüsenschmerzen sind vor allem dann notfallmässig abzuklären, wenn Rötung, Überwärmung und Fieber bestehen. Meist sind dann Antibiotika nötig.

Für RhyMed: Dr. med. Renato Werndli, Eichberg

Aktuelle Nachrichten