WALZENHAUSEN: Zwanzig Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert

Die einzige Jugendfeuerwehr im Kanton feierte Geburtstag. Zur Abschlussübung im Gaismoos sind Eltern, Einwohner und Behördenmitglieder erschienen.

Iris Oberle
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Präsident Roger Rüesch (links) dankte Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger für den Zustupf in die Kasse. (Bilder: Iris Oberle)

Präsident Roger Rüesch (links) dankte Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger für den Zustupf in die Kasse. (Bilder: Iris Oberle)

WALZENHAUSEN. Es sollte eine besondere Schlussübung werden am Freitagabend. Und die Überraschung ist gelungen. Eigens dafür haben die Leiter ein Holzhäuschen gebaut. Rund um diesen schönen Bau gestaltete sich dann der Abend. Zuerst fuhren die ältesten Jugendfeuerwehrler mit Blaulicht und Sirenengeläut im Atemschutz-Bus vor und simulierten eine Rettung aus einem rauchenden Gebäude. Alle waren mit Schutzmasken ausgestattet. Das Opfer der Flammen wurde zur Versorgung im Verwundetennest in ein Nebengebäude getragen. Dann galt es, einen zweiten Verwundeten aus dem Bauwerk zu bergen. Kurz darauf brannte das Haus. Und schon fuhren die restlichen Feuerwehrfahrzeuge – auch diese eindrücklich mit Blaulicht und Martinshorn – zum Brandgeschehen.

Die Jungmannschaft bewies ihr Können, und so waren blitzschnell alle Schläuche ausgelegt. Schon begann das Löschen; zum einen des Brandes inklusive Hydroschild, zum anderen des daneben stehenden Anhängers, beladen mit simulierten Chemikalien. Das TLF wurde dabei über einen Hydranten eingespiesen, das Wasser für das Hydroschild entnahm man dem Feuerwehrweiher über eine Motorspritze. Eindrücklich zeigte sich, wie gut das Zusammenspiel zwischen Leitern und den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr funktionierte.

Begrüssung und Dank des Präsidenten

Nach der Demonstration lud Präsident Roger Rüesch alle Anwesenden in die Spedition der Firma Knoepfel AG ein. Dort warteten Helfende mit Gerstensuppe und einem riesigen Kuchenbuffet auf hungrige Gäste. Roger Rüesch begrüsste an die hundert Besucher, im Speziellen Röbi Fässler von der Assekuranz, Regierungsrat und Direktor des Departements Inneres und Sicherheit, Paul Signer, Feuerwehrkommandant Stefan Schmid und die Mitglieder der Feuerschutzkommission. Erfreut war er über den Besuch von Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger, Nathalie Cipolletta, Gemeindeschreiberin, sowie von einigen Mitgliedern des Gemeinderates. Er dankte allen, die sich in irgendeiner Weise am Geschehen der Jugendfeuerwehr beteiligten. Die finanziellen Unterstützungen von Gemeinde und Assekuranz helfen dem Verein sehr. Die Ehrenmitglieder Peter Sagurna und Kantonsratspräsident Peter Gut waren ebenfalls anwesend. Letzterer liess es sich nicht nehmen, über die Geschichte der Jugendfeuerwehr zu berichten, die vor zwanzig Jahren ihren Anfang nahm. Noch immer werde der ursprüngliche Gedanke, den Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten und sich in der Gemeinschaft zu integrieren, gepflegt. Daneben lernten die Jugendlichen natürlich die Gefahren rund um das Feuer kennen und würden in Brand- und Schadensverhütung geschult. Sein spezieller Dank ging an Roger Rüesch, der es geschafft hat, die einzige Jugendfeuerwehr im Kanton in dieser stattlichen Grösse 20 Jahre beizubehalten. Derzeit besuchen 21 Kinder und Jugendliche ab acht Jahren die Jugendfeuerwehr, begleitet werden sie von zehn Leitern.

Zustupf von der Gemeinde überreicht

Hansruedi Bänziger folgte dem Reigen der Dankesreden und überreichte dem Verein einen Umschlag mit einem Zustupf in die Kasse. Die Gemeinde spendierte zudem die Getränke und übernimmt die Kosten für die Entsorgung des Materials.

Die gemütliche Stimmung an der Feier liess die Besucher im warmen Gebäude verweilen, während die Leiter und die Jugendfeuerwehrler nochmals nach draussen mussten, um aufzuräumen.

Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren sind in der Jugendfeuerwehr willkommen. Die Übungen finden freitags von 18.15 bis 19.45 Uhr statt. Bei Interesse gibt Präsident Roger Rüesch, Telefon 071 888 22 81, Auskunft.

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