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WALZENHAUSEN: Turbulenzen im Gastgewerbe

Eine Razzia im «Hirschen», Radau in der «Linde»: 1991 gab es rund um die Walzenhauser Dorfbeizen Turbulenzen. Beide Restaurants sind mittlerweile von der Bildfläche verschwunden.
Peter Eggenberger
Am Platz der 1992 niedergebrannten «Linde» entstand ein Mehrfamilienhaus. (Bild: Peter Eggenberger)

Am Platz der 1992 niedergebrannten «Linde» entstand ein Mehrfamilienhaus. (Bild: Peter Eggenberger)

WALZENHAUSEN. Jahrzehntelang wurde das Hotel-Restaurant Hirschen im Güetli vom Ehepaar Agi und Beni Hagen-Betschart erfolgreich geführt. Nach dem Tod von Gatte Beni wirtete Agi bis 1987 weiter. Dann kam die Liegenschaft in andere Hände, neu versuchten Pächter unter anderem mit einer Pizzeria ihr Glück.

Nach der Schliessung im Jahr 1989 erfolgte 1991 eine Neueröffnung. Am 7. Juni gleichen Jahres war das Restaurant Schauplatz einer Polizeirazzia, in deren Verlauf der Wirt als Drahtzieher im Heroinhandel festgenommen wurde. Ein weiterer Wirt wagte dann einen Neustart, blieb aber ebenfalls erfolglos. 1992 erwarb die Freie Evangelische Gemeinde das Haus, um hier während einiger Jahre kirchliche Aktivitäten durchzuführen. Heute dient der ehemalige «Hirschen» als Wohn- und Geschäftshaus.

Einen ähnlichen Verlauf zeichnet die Geschichte der «Linde» im Wilen. Nach der soliden Wirtetätigkeit von Marie Kressbach (von 1960 bis 1989) kaufte Willi Stump die Hotel- und Restaurantliegenschaft und verpachtete sie. Ab diesem Zeitpunkt war auch dieser Wirtschaft kein Glück beschieden, und 1991 wurde der Betrieb wegen fortgesetzter Lärmbelästigung polizeilich geschlossen. Am 20. April 1992 fiel das leerstehende Haus einer Feuersbrunst zum Opfer. Gleichenorts entstand das heutige Mehrfamilienhaus.

Eine weitere, wenig erfreuliche Tatsache prägte das Wirtshaus-Geschehen vor 25 Jahren zusätzlich. Ende November 1991 wurde im Erdgeschoss der neuen Zentrumsüberbauung «Kreuz» die gleichnamige Dorfwirtschaft eröffnet. Dies gewissermassen als Nachfolgebetrieb des früheren Restaurants Kreuz mit Metzgerei, das abgebrochen worden war. Gastroprofi Arthur T. Brunner, damals Direktor des Hotels Kurhaus-Bad, hatte die Initianten eindringlich vor der Einrichtung eines neuen Restaurants gewarnt, zeichneten sich doch schon damals grosse Veränderungen im Gastgewerbe und Gästeverhalten ab.

Brunner sollte Recht behalten, scheiterte doch das Experiment «Neue Wirtschaft Kreuz» bereits nach wenigen Jahren. Die Wirtschaft wurde später dann in eine Zahnarztpraxis umgewandelt.

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