WALZENHAUSEN: Peking-Enten im Vorderland

Schweizer Peking-Enten sind selten. Franz Rutz züchtet diese Tiere und sagt: «Die Haltung ist problemlos.» Die Schlachtung und die Vermarktung erfolgen ausserhalb des Kantons.

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Das Kloster St. Ottilia Grimmen­stein in Walzenhausen ist ein geruhsamer Ort. Da passen die Peking-Enten von Franz Rutz als Pächter des klösterlichen Landwirtschaftsbetriebs ideal ins Bild. Seine 500 Tiere im Alter von sechseinhalb Wochen watscheln gemütlich auf der Weide herum, picken Gras auf oder planschen im Wasserbecken. «Vor rund drei Jahren suchte ich einen Ersatz für unsere Legehennen», erzählt Franz Rutz. «Da Robin Geisser einen Mäster für Peking-Enten suchte, kam mir diese Möglichkeit gerade gelegen. Dies umso mehr, weil keine grossen Investitionen nötig waren.» Vormaststall für die Küken, Maststall und Weide für die Ausmast waren schnell eingerichtet. Deshalb ist er auch heute noch überzeugt von der Richtigkeit dieses Entscheides, denn die Enten sind anspruchslos, problemlos zu halten und widerstandsfähig. Er brauchte noch nie Medikamente oder einen Tierarzt. Er kauft die Tiere nicht, sondern Robin Geisser von der Firma Geflügelgourmet in Mörschwil stellt sie ihm für die Mästung zur Verfügung. Trotz all dieser Vorteile ist Franz Rutz der Einzige in der Schweiz, der diese Tiere während des ganzen Jahres züchtet.

Im Alter von sechs bis neun Wochen werden die Tiere bereits geschlachtet; in der achten Woche bedeutet das etwas mehr als zwei Kilo Schlachtgewicht. Allerdings: «Die Futterverwertung ist relativ schlecht. Ein Huhn benötigt für ein Kilo Lebendgewicht rund 1,6 Kilo Futter; was bei einer Peking-Ente von dreieinhalb Kilo, sechs bis sieben Kilo Futter entspricht. Auch die Fleischausbeute ist geringer.» Nicht ganz einfach ist die Vermarktung, denn diese Schweizer Peking-Enten sind und bleiben eine Spezialität und sind teurer als ausländische. «Begehrt bei Gourmet-Gastronomen sind vor allem die Edelstücke wie die Brust», erklärt Rutz. Deshalb verwerten wir Schenkel in einem Salsiz, der sogar ausgezeichnet wurde. Knochen werden von Gastronomen gern für die Herstellung von Saucen verwendet.» Bisher funktioniert der Markt zufriedenstellend, mehr Tiere wären aber im Moment kaum möglich. (mb/red)