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WALZENHAUSEN: Falscher Rauch im «Haus im Ruthen»

Der Rauch, der am Samstagnachmittag über dem «Haus im Ruthen» aufgestiegen ist, war Übungsrauch. Der Brand im Wohnheim wurde für die Feuerwehr-Hauptübung simuliert.
Iris Oberle
Ständige Absprachen während des Einsatzes. (Bild: Iris Oberle)

Ständige Absprachen während des Einsatzes. (Bild: Iris Oberle)

Es war in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung: Das «Haus im Ruthen» liegt für Einsatzkräfte schwer zugänglich, und es leben dort Frauen mit geistigen und psychischen Beeinträchtigungen. Den Feuerwehrleuten verlangte dies spezielles Einfühlungsvermögen ab. «Im Fall eines Brandes sind die Betroffenen oftmals blockiert», erklärte Myriam Schmid, Chefin des Sanitätszuges. «Behinderte reagieren noch ängstlicher. Doch unsere Frauen und Männer verstehen es gut, mit Menschen mit Behinderung umzugehen. Wir hatten schon oft Übungen in Häusern der Stif­- tung Waldheim. Dort finden wir ähnliche Voraussetzungen vor.» Dank der guten Zusammenarbeit der Mannschaft war der Brandherd schnell gefunden: Der Wäschetrockner im Erdgeschoss des Hauses brannte, das gesamte Treppenhaus war bereits voller Rauch. Nun galt es, die Personen zu retten. Eine Bewohnerin musste über eine Leiter ins Freie be­fördert, die anderen Bewohner konnten über das Treppenhaus gerettet werden. Sie alle wurden von den Sanitätern in Empfang genommen und ins Verletztennest gebracht, das sich bei der HBB befand. «Eine gute Wahl», sagte Heidi Schällebaum, St. Margrethen, die den Sanitätszug beurteilte. «Für die Ambulanz besteht hier oben kaum Platz. Also müssen die Verletzten an einen für die Rettung zugänglichen Ort gebracht werden.» Seit einiger Zeit werden zu den Hauptübungen Delegationen anderer Feuerwehren eingeladen. Mit dabei waren Feuerwehrmänner des Sicherheitsverbundes RTL, solche aus Oberegg-Reute sowie St. Margrethen. Einsatzleiter und Kommandant Stefan Schmid sagt: «Das Feedback unserer Nachbarn ist sehr wertvoll. Es schützt uns vor Betriebsblindheit und bereichert die Arbeit.» Doch einiges beschäftigt den Kommandanten: «Unser Personalbestand ist zu tief. Wir sollten 63 Feuerwehrmänner und -frauen sein, wir sind aber nur 45. Immerhin konnten wir heuer sieben Eintritte verzeichnen, was vier mehr sind im Vergleich zum Vorjahr. Ein wei­teres Problem ist, dass heute kaum jemand mehr 20 Jahre Feuerwehrdienst leistet. Es wird schwieriger, erfahrene Kaderleute zu finden. Und ich habe ein ungutes Gefühl beim Gedanken, dass ich junge Feuerwehrleute mit wenig Erfahrung in brennende Häuser schicken muss.»

Nach der Übung wurde zum Essen und zur Soldauszahlung in die «Meldegg» geladen.

Iris Oberle

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