WALZENHAUSEN: Aufwandüberschuss verkraftbar

Am 26. November sollen die Einwohner einem Aufwandüberschuss von 355650 Franken zustimmen. Dies guten Gewissens, wie an der Informationsveranstaltung zu erfahren war.

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Der Werkhofumbau interessierte die Anwesenden sehr. (Bild: pd)

Der Werkhofumbau interessierte die Anwesenden sehr. (Bild: pd)

Rund 40 Interessierte fanden den Weg in den Singsaal der Mehrzweckanlage. Eine erfreuliche Zahl, schien doch das Inte­resse vor allem an der Sanierung und Erweiterung des Werkhofs im Almendsberg gross zu sein. Vize-Gemeindepräsident Roger Rüesch freute sich, dass auch viele Jugendliche der Einladung der Gemeinde gefolgt waren.

Markus Keel, Finanzverwalter, erläuterte den Voranschlag: Konnte in der Rechnung 2016 noch ein Ertragsüberschuss über von 372000 Franken verbucht werden, sieht der Voranschlag 2018 einen Aufwandüberschuss von 356000 Franken vor. Die Gründe sind im Wesentlichen folgende: Im kommenden Jahr wird mit weniger auswärtigen Schülern an der Oberstufe gerechnet. Dies schmälert die Einnahmen im Bereich Bildung. Verzeichnete man im Jahr 2016 erstmalig einen ausserordentlichen Betrag im Alterswohnheim, ist für das nächste Jahr wieder mit einem Aufwandüberschuss zu rechnen. Mehrausgaben werden im Unterhalt der Strassen entstehen, unter anderem wegen der Zunahme der Beiträge an Unterhalt und Schneeräumung von Korporationsstrassen mit öffentlicher Widmung. Mehrkosten entstehen auch durch die Kosten für den neuen Vollzeit-Präsidenten. Der Aufwandüberschuss kann über das Eigenkapital problemlos abgedeckt werden, das noch immer rund sechs Millionen Franken beträgt.

Die Sanierung des Werkhofs interessierte sehr. In den Investitionen 2018 vorgesehen ist die geplante Sanierung und Erweiterung Werkhof Almendsberg. Durch den Umbau und die Aufstockung des Werkhofs soll er den Bedürfnissen des Betriebes angepasst werden. Sofern die Stimmbürger dem Kredit zustimmen, wird die Elektra Walzenhausen das gesamte Obergeschoss mit Werkhalle und Werkstatt inklusive Vorplatz mieten. Im Zwischengeschoss wird das Bauamt der Gemeinde neu sei­- ne Büroräumlichkeiten beziehen. Der Umbau soll – vorbehältlich der Zustimmung durch die Stimmbürger – im Jahr 2018 ausgeführt werden und im Dezember 2018/Januar 2019 fertiggestellt sein. Ein Teil des Baukredits in Höhe von gesamthaft 1,5 Millionen Franken gelangt an der nächsten Abstimmung vor das Volk.

Bei den Investitionen fallen die Strassenprojekte sowie die Wasserversorgung ins Gewicht. Die höchsten Ausgaben entfallen auf die Fahrbahnerweiterung Lebau-Ledi und bei der Wasserversorgung auf die Sanierungen der alten Wasserleitungen. Auch eine umfangreiche Fassadenrenovation des Schulhauses Bild ist vorgesehen.

Gleich bleibender Steuerfuss

Trotz der geplanten Investitionen und Aufwände rechnet die Finanzplanung für die nächsten Jahre mit ausgeglichenen Rechnungen. Ein gleichbleibender, tiefer Steuerfuss von 3.6 Einheiten kann problemlos beibehalten werden.Fragen wurden zum Werkhof gestellt, aber auch bezüglich der Reorganisation der Gemeindeführungsstrukturen.

Dazu erklärte Gemeinderat Michael Litscher, zunächst sei eine Totalrevision der Gemeindeordnung vorgesehen, bei der die Bevölkerung zur Mitarbeit eingeladen sei. Die Abstimmung ist für Sommer/Herbst 2018 vorgesehen. (gk)