Walter Grabers langes Engagement gewürdigt

ST. GALLEN/KOBELWIES. Zum vierten Mal wurde die Auszeichnung «St. Galler Holzchopf» verliehen. Mit dem Hauptpreis wird Josef Kühne für sein Engagement für den Erhalt der Edelkastanie im Murgtal gewürdigt. Der Preis «Lebenswerk» geht an Walter Graber aus Kobelwies.

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Sepp Fust, Präsident der Lignum Holzkette St. Gallen, gratuliert Walter Graber. (Bild: mg)

Sepp Fust, Präsident der Lignum Holzkette St. Gallen, gratuliert Walter Graber. (Bild: mg)

ST. GALLEN/KOBELWIES. Zum vierten Mal wurde die Auszeichnung «St. Galler Holzchopf» verliehen. Mit dem Hauptpreis wird Josef Kühne für sein Engagement für den Erhalt der Edelkastanie im Murgtal gewürdigt. Der Preis «Lebenswerk» geht an Walter Graber aus Kobelwies.

Die Lignum Holzkette St. Gallen ist dort aktiv, wo es darum geht, die Kräfte für das einheimische Holz zu bündeln und ihm eine Plattform zu bieten. Eine Aktion mit Ausstrahlung ist der Preis «St. Galler Holzchopf». Damit man als möglicher Kandidat für den Holzchopf in Frage kommt, braucht es aber mehr. Nämlich herausragende Leistungen, jahrelanges Engagement, neue Ideen für die Nutzung von Holz, für die Pflege von Wald, für die Weiterentwicklung des Umgangs mit Holz oder die Pflege des Holzhandwerks, erklärte Sepp Fust, Präsident der Lignum Holzkette St. Gallen.

Auf allen Ebenen eingesetzt

Neben dem Hauptpreis wurden fünf Anerkennungspreise vergeben: Jugend, Bauherr, Ingenieurleistung, Handwerk/Kultur und Lebenswerk. Mit dem Anerkennungspreis «Lebenswerk» wurde ein Rheintaler geehrt: Walter Graber aus Kobelwies. Graber setzt sich seit Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen für das Holz und für die Nutzung von Holz ein. Sei es in seiner beruflichen Tätigkeit, auf politischer Ebene, in Verbänden oder in Arbeitsgruppen.

Während sechs Jahren präsidierte er die Vereinigung Holzenergie Schweiz. Auch in der Holzkette St. Gallen war er aktiv. In der Laudatio wurde festgehalten: Wenn es etwas zu tun gab, war er zur Stelle. In der Politik – unter anderem als Gemeinde- und Kantonsrat – gelang es ihm, Brücken zu bauen für das (einheimische) Holz und Vertreter der unterschiedlichsten politischen Lager an einen Tisch zu bringen. Dies in einer Zeit, als es das einheimische Holz weit schwieriger hatte als heute. Früh erkannte er auch, dass Holz in der Energienutzung eine immer wichtigere Rolle spielen würde. Als es galt, entsprechende Projekte anzustossen, war er dabei.

Dabei scheute er sich nicht, unbequeme und neue Standpunkte zu vertreten. Einzig die Sache – nämlich das Holz und der zukunftsgerichtete Umgang damit – zählte. (mg)