Walpurgisnacht auf dem Bergli

Auf dem Montlinger Bergli feierten die Muntlagr Berghäxa zusammen mit der Bevölkerung ihr Hexenfest. Im Festzelt herrschte beste Stimmung, als kurz nach Mitternacht die Hexen über das Fest herfielen. Sehr zur Freude der Überfallenen.

Max Pflüger
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Kurz nach Mitternacht fielen die Muntlagr Bärghäxa über die Festbesucher her. Und wie die lachenden Gesichter zeigen: Man hatte seinen Spass dabei. (Bild: Max Pflüger)

Kurz nach Mitternacht fielen die Muntlagr Bärghäxa über die Festbesucher her. Und wie die lachenden Gesichter zeigen: Man hatte seinen Spass dabei. (Bild: Max Pflüger)

MONTLINGEN. Alle Jahre wieder, in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai treffen sich die Hexen auf dem Blocksberg und feiern mit dem teuflischen Ritt ums Feuer auf dem Besen die Walpurgisnacht. Und immer im Mai tun es ihnen die Montlinger Hexen auf dem hauseigenen Bergli nach.

Um sechs Uhr am Abend hat das Fest der Muntlagr Berghäxa seinen Anfang genommen und schon seit sechs Stunden sitzen die Montlinger Familien gut gelaunt und bei toller Stimmung im Festzelt zusammen und feiern. Doch von den Hexen fehlt noch jede Spur. Man wartet gespannt. Die Uhr schlägt zwölf. Mitternacht. Geisterstunde. Und immer noch fehlen die Hauptpersonen. Der Minutenzeiger kriecht.

Zehn nach … elf … zwölf … ein Viertel nach … Und dann … im Containerwagen hinter dem Festzelt rumort es. Fäuste schlagen an die metallenen Wände. Dann kommen sie und stürmen die Festgesellschaft. Eine, zwei, drei … eine ganze Handvoll alter Weiber mit gfürchigen Fratzen und strubbligen Frisuren unter den bunten Kopftüchern schleichen, huschen und rennen herein.

Da klettert eine auf den Tisch. Dort schlägt eine einen gewagten Purzelbaum zwischen den Bankreihen. Da tanzt eine andere einen wirbligen Tanz rund um einen Festbesucher.

Die Muntlagr Berghäxa sind erwacht und treiben ihren Schabernack mit den Festbesuchern. Besonders natürlich dürfen die hübschen Frauen herhalten. Kein Wunder, schliesslich stecken Ja Männer in den geflickten alten Röcken.

Aber auch Männer müssen hinhalten und werden nicht verschont. Auch ihre Haare werden zerzaust, auch sie werden umklammert.

Eine gute Viertelstunde dauert der Spuk, dann verschwinden die Hexen wieder, so schnell wie sie gekommen sind. Die Musik der «Zwei Brüder» gewinnt die Oberhand zurück, die Tänzer kehren auf die Tanzfläche zurück.

Das Publikum hat seinen Spass gehabt, das Muntlagr Berghäxa-Fäscht geht weiter.

oberes rheintal 41