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Ortsplanung in Diepoldsau: «Wachstum muss gar nicht sein»

Nach der Informationsveranstaltung im Januar erhielt am Montag die Bevölkerung nochmals die Möglichkeit, über die Ortsplanungsrevision zu diskutieren und im Rahmen eines Workshops ihre Wünsche und Ideen einzubringen.
Susi Miara
Jung und Alt an einem Tisch: Die Bevölkerung von Diepoldsau konnte ihre Meinung zur Ortsplanungsrevision kundtun. (Bild: Susi Miara)

Jung und Alt an einem Tisch: Die Bevölkerung von Diepoldsau konnte ihre Meinung zur Ortsplanungsrevision kundtun. (Bild: Susi Miara)

Das Interesse der Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer scheint gross zu sein, wenn es um ihre Gemeinde geht. Über 100 Personen wollten zum Thema Ortsplanungsrevision mitdiskutieren und Ideen einbringen.

Bevor es an die Arbeit ging, erläuterten Gemeinderat Patrick Spirig und die beauftragte Raumplanerin Marilene Holzhauser nochmals die wichtigsten Punkte des Raumplanentwicklungskonzepts. Dieses wurde bereits im Vorfeld auf der Homepage der Gemeinde zur Einsicht zur Verfügung gestellt. «Wir möchten, dass die Bevölkerung bei der Ortsplanung eine aktive Rolle einnimmt», sagte Patrick Spirig.

Alle sind Experten – jede Meinung ist gefragt

Die Teilnehmer wurden aufgefordert, sich auf die Kerninhalte des Konzepts zu konzentrieren. Dafür standen drei Themen bereit: «Raumkonzept Thema Siedlung», «Raumkonzept Teil Landschaft, Freiraum und Erholung» sowie «Siedlungsentwicklung nach innen». Marilene Holzhauser erklärte die Regeln, dann verteilten sich die Teilnehmer an die Tische, wo Pläne, Papier und Stifte bereitlagen. «Jede Meinung ist berechtigt», sagte Holzhauser, «Lasst deshalb jeden ausreden und denkt daran: Das Gesamtinteresse der Gemeinde steht vor dem Einzelinteresse.»

An den Tischen machten sich die Teilnehmer zuerst mit der Materie bekannt. Dann hörte man bereits erste Einwände. Bei Heinz Kuster fand das Raumkonzept Zustimmung. Mit der Verdichtung nach innen könne er sich anfreunden. «Zuerst müsste man dort alles ausnutzen, was zur Verfügung steht», sagte er. Die mit 0,5 Prozent prognostizierte Zahl der Bevölkerungsentwicklung war seiner Meinung nach eher an der unteren Grenze. Mit 18 Jahren war Jan Serwart der jüngste Teilnehmer. Er arbeitet bei der Gemeinde, zur Teilnahme habe ihn aber niemand gezwungen. «Es hätten mehr Junge anwesend sein können, denn schliesslich werden wir später den Entscheid tragen müssen», sagte er. Ein zentrales Thema bei allen Teilnehmern war der Verkehr. Hansruedi Zellweger argumentierte: «Zuerst muss der Verkehr geregelt werden, bevor man grösser wird, denn man baut auch nicht zuerst eine Küche und dann das Haus drum herum.»

Quintessenz der Diskussion

Entscheidungen wurden an diesem Abend nicht getroffen, das soll später im vorgeschriebenen politischen Prozess geschehen. Die Raumplaner möchten aber das Feedback einarbeiten. Vor allem wollten sie aber wissen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Grundsätzlich wurden die von der Ortsplanungskommission aufgestellten Leitsätze gut aufgenommen. Diskussionen gab es bei der Frage über die Bevölkerungsentwicklung. Hier wurden Ausagen wie «Wachstum begrenzen», «Wachstum muss gar nicht sein» oder «Arbeitsplätze statt mehr Einwohner» notiert. Einstimmig war die Meinung der Bevölkerung bei der Förderung von Grünelementen innerhalb des Siedlungsgebietes und der Schaffung von Begegnungs- und Aufenthaltsräumen. Kontrovers diskutiert wurde die Ausweitung des dichteren Dorfzentrums. Einigkeit hingegen herrschte bei der Erhaltung von Einfamilienhausquartieren am Rande des Siedlungsgebietes.

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