Vorgetäuschte Kontrollen auf A13

Zwei unechte Polizisten haben auf der Autobahn A13 fingierte Kontrollen durchgeführt. Ziel war wohl, die Autofahrer zu bestehlen. Die Männer hatten in allen Fällen kein Glück, ihr böses Spiel flog auf.

Drucken
Teilen

REGION. Auf der Autobahn A13 ist es am Montag und am Dienstag in mindestens zwei Fällen zu fingierten Polizeikontrollen gekommen. Zwei Männer hätten sich jeweils als Polizisten ausgegeben und die Autofahrer aufgefordert, ihre Fahrzeuge auf dem Pannenstreifen anzuhalten, teilt die Kantonspolizei St. Gallen mit. Anschliessend nahmen sie eine «Fahrzeugkontrolle» vor.

79-Jähriger erkennt Täuschung

Ein 79-Jähriger fuhr am Dienstag auf der Autobahn A13 in Richtung Bad Ragaz, als er von einem dunklen Geländewagen überholt wurde. Mit einem im Fahrzeuginnern eingeschalteten Blaulicht hätten ihn die Insassen des Autos aufgefordert, sein Auto auf dem Pannenstreifen anzuhalten.

Die beiden unbekannten Männer identifizierten sich mit gefälschten Polizeiausweisen und sprachen Französisch. Bei der darauffolgenden «Fahrzeugkontrolle» versuchten sie eine Handtasche zu stehlen.

Da der 79-Jährige die Täuschung schliesslich erkannte, sahen die Unbekannten von ihrem Vorhaben ab. Der ältere Herr habe dann auf die Hupe seines Autos gedrückt. Die beiden Männer wurden dadurch vertrieben. Polizeisprecher Hanspeter Krüsi sagt: «Der Mann hat sehr gut reagiert.»

Keine Beute im zweitem Fall

Ein ähnlicher Fall war der Landespolizei Liechtenstein bereits am Montag gemeldet worden. Auch hier hielten angebliche Polizisten auf der A13 ein Auto an. Die beiden Männer hätten sogar den Kofferraum kontrolliert. Gestohlen wurde auch in diesem Fall nichts. Die Polizei sagt dazu, dass Fahrzeugkontrollen «nur in absoluten Ausnahmefällen auf dem Pannenstreifen einer Autobahn durchgeführt werden».

Fahrzeuge würden im Normalfall von der Autobahn abgeleitet und erst anschliessend kontrolliert. Zudem verwendet die Kantonspolizei zur Signalisation keine blauen Drehlichter im Fahrzeuginnern. Falls es doch zu so einem Vorfall komme, rät Krüsi: «Das Auto der Täter fotografieren und das der Polizei melden.» (lfi)

Aktuelle Nachrichten