VORARLBERGER FUSSBALL: SCR Altach muss noch warten

Am Donnerstag entscheidet sich, ob Altach 2017/18 europäisch spielt. Zum Schluss gab’s keine Punkte mehr.

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Nach der Niederlage gegen Ried (0:2) und vor der Niederlage bei Salzburg (0:1) hat der SCRA die Reissleine gezogen und Trainer Martin Scherb entlassen. Seine Bilanz in Vorarlberg ist desaströs: Zwei Siege, fünf Unentschieden und acht Niederlagen stehen zu Buche. Neun sind es insgesamt, rechnet man das letzte Spiel beim Meister dazu.

Elf Punkte in 16 Spielen: Diese Ausbeute reicht in aller Re­- gel nicht mal für den Ligaerhalt. Weil Altach zur Winterpause aber noch ganz vorne lag, fällt die katastrophale Rückrunde nicht ins Gewicht – im Gegenteil, der vierte Rang in der Schlusstabelle könnte sogar noch für das europäische Geschäft reichen. Dies, wenn sich Meister Salzburg am Donnerstag im Cupfinal gegen Rapid Wien das Double sichert. Altach würde dann in die erste Qualifikationsrunde zur Europa League einsteigen und gleich vier Duelle gewinnen müssen, um die Gruppenphase zu erreichen.

Der vierte Schlussrang kaschiert die Realität nicht

Bereits in einem Monat, am 29. Juni und am 6. Juli, stehen diese Erstrunden-Spiele auf dem Programm. Ob diese dem Verein gelegen kämen, darf bezweifelt werden. In den ersten beiden Runden warten zwar lösbare, aber auch aufwendige Aufgaben gegen unbequeme Gegner auf den Vertreter aus Österreich. Dies mitten in der Saisonvorbereitung, die Altach mit einem neuen Trainer in Angriff nehmen wird. Im Umfeld des SCRA dürfte daher der eine oder andere am Donnerstag durchaus Rapid die Daumen drücken.

Denn nach dieser Rückrunde wird die Saisonvorbereitung noch wichtiger als ohnehin schon. Die Altacher befinden sich in einer Art kollektivem Koma, bringen kein Bein mehr vor das nächste. In dieses Bild passen die letzten beiden Saisonspiele, die Niederlagen gegen Absteiger Ried und Meister Salzburg.

Das 0:2 gegen Ried brachte in der Trainerfrage das Fass zum überlaufen. Sie kam nicht nur zustande, weil Ried im Abstiegskampf dringend auf Punkte angewiesen war: Altach war auch einfach schwach, an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Eine Stunde lang ging das zwar noch gut, danach brachte Möschl die Rieder in Führung. Altach rea­gierte darauf zu wenig vehement, hatte keine Durchschlagskraft und kassierte am Ende (Zulj/90.) sogar noch das 0:2.

Zum Saisonabschluss musste Altach dann auch noch Sparringpartner für die Salzburger Meisterfeier sein. In einem emotionsarmen Duell verlor der SCRA mit 0:1, ein Eigentor von Zivotic (38.) entschied die Partie.

Lustenau beendet die Saison auf dem dritten Rang

Mit 57 Punkten beendet die Austria Lustenau die Saison auf dem dritten Rang. Die Klassierung ist zwar gut, der Rückstand auf Aufsteiger Lask mit 20 Zählern aber astronomisch. Lustenau war nur theoretisch Verfolger der Linzer. Im letzten Spiel spielte Lustenau in Wattens 2:2. Souza (5.) und Wiessmeier (24.) brachten Lustenau mit 2:0 in Führung, Wattens’ Vorarlberger Katnik glich jedoch noch vor der Pause zum Schlussstand von 2:2 aus. (rez)

Bundesliga

Schlusstabelle (alle 36 Spiele): 1. Salzburg 81 Punkte*, 2. Austria Wien 63**, 3. Sturm Graz 60**, 4. Altach 53, 5. Rapid Wien 46, 6. Admira 46, 7. Mattersburg 43, 8. Wolfsberg 42, 9. St. Pölten 37, 10. Ried 35***.

*Meister, ** Europa League, ***Absteiger.

Erste Liga

Schlusstabelle (alle 36 Spiele): 1. Lask 77*, 2. Liefering 60, 3. Lustenau 57, 4. Innsbruck 54, 5. Wattens 51, 6. Kapfenberg 41, 7. Blau-Weiss Linz 39, 8. Wr. Neustadt 39, 9. Floridsdorf 38, 10. Horn 33**.

*Aufsteiger, **Absteiger.

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