Vorarlberg und Liechtenstein wollen europäische Jugendspiele 2015

Zwei Regionen in Rheintaler Nachbarschaft bewerben sich gemeinsam um die Ausrichtung des europäischen Olympischen Jugendfestivals 2015.

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Wintersport. Im Jahr 1991 wurde das europäische Olympische Jugendfest (EYOF) auf Initiative des heutigen IOC-Präsidenten Jacques Rogge erstmals durchgeführt. Das olympische Sportfest wird alle zwei Jahre sowohl im Sommer als auch im Winter ausgetragen. Die teilnehmenden Athletinnen und Athleten sind zwischen 14 und 18 Jahre alt. In alten Siegerlisten des EYOF figurieren unter anderem auch spätere Weltcup-Cracks wie Peter Fill, Sandrine Aubert oder Anja Pärson.

Zentrum im Montafon

Die Kandidatur von Vorarlberg/Liechtenstein wurde am Montag in Tschagguns (Montafon) vorgestellt. In Tschagguns ist auch die Host City (olympisches Dorf) vorgesehen, wie auch die Wettbewerbe im Eishockey und im Skispringen. Die Vorarlberger Orte Dornbirn (Eiskunstlauf), Schruns (Ski Alpin), Gaschurn (Snowboard) und Partenen (Biathlon) sowie Steg (Langlauf) und Malbun (Ski Alpin) aus Liechtenstein sind als weitere Austragungsorte geplant.

Um die besten Nachwuchssportler aus 49 Ländern gegeneinander antreten zu lassen, plant das Bewerbungskomitee Vorarlberg/Liechtenstein mit einem Budget von 3,35 Millionen Euro. Rund 2,1 Mio. Euro davon steuern das Land Vorarlberg und das Fürstentum Liechtenstein dazu bei. Wenn Vorarlberg und Liechtenstein die europäischen Jugendspiele 2015 austragen kann, werden ungefähr 1300 Sportler und Athleten erwartet.

Konkurrent Sarajevo

Die Entscheidung über den Zuschlag fällt im November 2010 durch das Europäische Olympische Komitee (EOC). Bisher einziger Mitbewerber der Kandidatur Vorarlberg/Liechtenstein ist die bosnische Hauptstadt Sarajevo, in der 1984 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben. (pd)

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