Vorarlberg
Fusswege bei der Rheinvorstreckung sind bis in den Frühling gesperrt

Mit den Bauarbeiten auf den Dämmen der Rheinvorstreckung werden die Fusswege bis in den Frühling gesperrt. Die Dämme werden für den Fall eines grösseren Hochwassers verbessert.

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Die Baustelle ist insgesamt rund zwei Kilometer lang.

Die Baustelle ist insgesamt rund zwei Kilometer lang.

Bild: PD

Wie die internationale Rheinregulierung mitteilt, begannen letzte Woche auf den Dämmen der Rheinvorstreckung Bauarbeiten, die zu einer längeren Sperrung der Fusswege führen. Die Sperrung dauert zunächst bis in den Frühling. Weil die Arbeit im Winter 2023/24 fortgesetzt wird, müssen die Fusswege dann erneut gesperrt werden.

Tieferer Damm für besseren Hochwasserschutz

Die Dämme werden im Bereich, in dem das Flussbett in den Bodensee hinaus verlängert wurde, für den Fall eines grösseren Hochwassers verbessert.

Die Vorstreckungsdämme stellen sicher, dass sich die Sedimente aus dem Rhein in tieferen Gewässern im See ablagern, wodurch eine Verlandung der Harder und der Fussacher Bucht verhindert wird. Seit den 1970er-Jahren wird an der Vorstreckung gebaut. Der rechtsseitige Damm im Bereich der Lagerplätze der internationalen Rheinregulierung liegt tiefer als im Projekt von 1972 bis 1979 geplant. Würde der Damm erhöht, könnte der Rhein dort nicht mehr direkt in den See entlasten – es käme zu einem Rückstau in der Vorstreckung und rheinaufwärts. Auch ein unkontrolliertes Überströmen der Dämme wäre nicht ausgeschlossen.

Auf Basis einer hydraulischen Untersuchung hat die Rheinregulierung daher entschieden, den Damm teilweise tief zu halten und überströmbar zu machen. So wird erreicht, dass der Wasserspiegel rheinaufwärts auch bei Hochwasser stabil bleibt und die Dämme vor unkontrollierten Überströmungen, die zu Dammbrüchen führen könnten, gesichert sind.

Zwei Kilometer lange Baustelle

Um dies zu erreichen, wird der rechte Vorstreckungsdamm bei Hard-Schleienlöcher auf einer Länge von etwa 800 Metern um maximal einen Meter erhöht. Auf den folgenden 800 Metern wird der Damm tief gehalten. Eine Verkleidung mit Wasserbausteinen verhindert Schäden, wenn das Wasser wie vorgesehen an dieser Stelle über den Damm strömt. Auf den nächsten 400 Metern wird der Damm um maximal 0,2 Meter erhöht.

Es wird mit Kosten von rund 6 Millionen Euro gerechnet, die von der Rheinregulierung – also von der Schweiz und von Österreich – getragen werden. (pd)