Vor grossem Publikum gekämpft

Am 24. Chlausschwimmen in Gais gewannen am Sonntag im Differenzschwimmen der Plusportler Andrea Sonderegger, Vorderland, und Jacques Henriques, Innerrhoden.

Isabelle Kürsteiner
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Andrea Sonderegger auf dem Weg zur kleinsten Differenz des Tages. (Bild: iks)

Andrea Sonderegger auf dem Weg zur kleinsten Differenz des Tages. (Bild: iks)

SCHWIMMEN. Innerhalb der Wettkämpfe der Kinder aus der ganzen Deutschschweiz bietet der Schwimmclub Gais auch Wettkämpfe für Plusportler an. Am vergangenen Sonntag massen sich bei den Plusportlern 14 Damen und 20 Herren aus den Appenzeller Gruppen Innerrhoden, Vorder-, Mittel- und Hinterland im Differenzschwimmen über 25 Meter.

Faire Bedingungen

Das bedeutete, dass die Sportlerinnen und Sportler die Bahn mit oder ohne Schwimmhilfe sowie mit oder ohne Begleitung in zwei Durchgängen absolvieren mussten. Im Differenzschwimmen ist kein Schwimmstil vorgeschrieben; gewertet wird die Zeitdifferenz zwischen den beiden Läufen. Bei diesem Modus können sich gute Schwimmer mit Anfängern oder aber begleitete mit unbegleiteten messen, denn es geht einzig um den Zeitunterschied. Ziel der Startenden ist natürlich eine Medaille, wie bei allen Wettkämpfenden; trotzdem wird das Mitmachen vor dem Gewinnen in den vier Appenzeller Sportgruppen gefördert. Vor drei Jahren hatten das Mittel- und das Hinterland, vor zwei das Vorderland und Uzwil, vor Jahresfrist insbesondere die Mittelländer brilliert. Dies zeigt, dass es allen Schwimmenden möglich ist, bei guter Tagesform auf dem Podest zu stehen und eine Medaille abzuholen. Trotzdem gibt es verschiedene Schwimmerinnen und Schwimmer, die sich seit Jahren im vorderen Feld klassieren. Nun, die Mittelländer waren auch am Sonntag erfolgreich, ergatterten sie doch bei den Herren Bronze. Reto Oertli belegte mit 0,17 Sekunden Differenz hinter Jacques Henriques aus Innerrhoden mit 0,06 Sekunden und Michael Sutter ebenfalls aus Innerrhoden mit 0,1 Sekunden Unterschied den dritten Rang, wobei Michael Sutter ein Schwimmer ist, der sich stets in den olympischen Diplomrängen klassiert.

Vorderland vor Hinterland

Ebenso ausgeglichen zeigte sich das «Damen-Stockerl». Während bei den Herren Innerrhoder Können und Wettkampfglück auf ihrer Seite hatten, obsiegte bei den Damen Andreas Sonderegger, Vorderland, mit der kleinsten Differenz des Tages, mit nur 0,05 Sekunden. Die Obereggerin, also auch eine Innerrhoderin, die aufgrund der geografischen Verhältnisse seit mehr als zwanzig Jahren bei den Vorderländern trainiert, belegte in den vergangenen beiden Jahren die Plätze drei, respektive zwei. Hinter Sonderegger klassierten sich die Hinterländerinnen, Corinne Bleiker mit 0,1 und Jasmin Niederegger mit 0,45 Sekunden Unterschied.

Bestens integriert

Mit der Durchführung des 24. Chlausschwimmens ist es dem Gaiser Schwimmclub einmal mehr gelungen, die Plusportler bestens zu integrieren, denn ihre Disziplin wurde inmitten denjenigen der Kinder am Nachmittag gelegt. So konnten die Plusportler vor grossem Publikum schwimmen, ein Erlebnis, dass sie sonst eher selten vorfinden. Die jungen Athletinnen zollten ihren Plusport-Kollegen Respekt und feuerten sie bis zum Anschlagen nach jeweils 25 Metern an. Eine weitere Tradition ist den Schwimmern ebenfalls sehr liebgeworden, ihre Leistung wird in einem Diplom festgehalten. Dieses Diplom wird dann zu Hause sorgfältig ausgestellt, aufgehängt, liebevoll in einem Ordner oder in einer speziellen Schublade aufbewahrt. Ebenso beliebt wie die Medaillen und das Diplom ist das Klaussäckli nach dem Schwimm-Einsatz.