Vor grösseren Bauaufgaben

Der Zahn der Zeit nagt auch an Burgmauern: Die Fundamente der Burg müssen saniert werden, teilte Präsident Joe Brocker an der Hauptversammlung der Vereinigung Pro Burg Neu Altstätten mit.

Max Pflüger
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Die Hauptversammlung der Vereinigung Pro Burg Neu Altstätten im Burgtorkel ist immer auch ein Burgfest. (Bild: Max Pflüger)

Die Hauptversammlung der Vereinigung Pro Burg Neu Altstätten im Burgtorkel ist immer auch ein Burgfest. (Bild: Max Pflüger)

Altstätten/Lüchingen. Auf Freitagabend hatte die Vereinigung Pro Burg Neu Altstätten ihre Mitglieder zur Hauptversammlung in den Burgtorkel eingeladen. Rund 100 Mitglieder folgten der Einladung und genehmigten ohne Diskussion die Jahresrechnung und den Jahresbericht des Präsidenten Joe Brocker. Zudem nahmen sie davon Kenntnis, dass in den nächsten Jahren grössere Bauinvestitionen anfallen werden.

Bewegtes Jahr für Burgfamilie

2009 war für den Verein ein ruhiges Jahr ohne besondere Vorkommnisse. Für den Burgherrn Josef Enk und seine Burgdame dagegen war es bewegter: Nachdem sie vor ein paar Jahren eine neue Heizung eingebaut hatten, war nun die Sanierung der Küche an der Reihe. Im historischen Gebäude stellte dies grosse Anforderungen an die Projektierung und die handwerkliche Ausführung. Mit viel Herzblut und grossem Engagement gingen alle Beteiligten an die Arbeit.

Das Resultat ist ein richtiges Prunkstück, das sich trotz moderner Küchenelemente hervorragend in die alte Burg einfügt.

Finanzielle Lasten mittragen

Weitere Bauvorhaben zeichnen sich bereits ab. In den nächsten Jahren möchte Josef Enk den Eingang zum Torkel ausbauen. Der Eingangsbereich soll funktionell, aber auch stilgerecht überdeckt werden. Zudem werden in absehbarer Zeit Sanierungsarbeiten an den Aussenwänden nötig sein.

Dabei wird der Burgherr sicher auch auf die Unterstützung des Vereins angewiesen sein, wie Präsident Joe Brocker den Vereinsmitgliedern mitteilte. Mit dem inzwischen auf rund 80 000 Franken aufgelaufenen Vereinsvermögen wird es dem Verein Pro Burg möglich sein, seinem statutarischen Zweck nachzukommen: «Der Verein fördert die Erhaltung und Bewohnbarkeit der Burg Neu Altstätten durch finanzielle und administrative Mithilfe bei Renovationen und Lösungen besonderer dringlicher Probleme und Aufgaben.»

Träfer Appenzeller Witz

Burg-Hauptversammlung, das bedeutet jedes Jahr auch ein kleines Torkelfest. Bei einer guten Flasche Burgwein und dem saftigen «Burgspiess» vom Grill feierten die Besucherinnen und Besucher ihr Jahrestreffen auf der Burg bis tief in die Nacht. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den Musikanten des Wiesbachtrios und den Sängern des Alpstein-Quartetts, einer Formation des Rotbach-Chörli Bühler. Die urchige Appenzeller Musik fügte sich passend in den Burgtorkel und erhielt viel Applaus.

Einige der Lieder waren aber auch genaues Hinhören wert, denn die schon fast kabarettistischen Texte zeugten vom sprichwörtlichen und träfen Witz der Appenzeller.

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