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Vor 170 Jahren brannte das Dorf

Am Samstag, 30. Juni, um 16 Uhr eröffnet die Museumskommission ihre neue Ausstellung im Torkel Oberdorf. Thema ist der Dorfbrand von Berneck im Jahr 1848.
Diese Tuschzeichnung von J. U. Fitzi zeigt Berneck nach dem Brand: Im Bild die Obere Dohlengasse und der Platz. Heute sind diese Orte unter den Namen Neugass und Rathausplatz bekannt. (Bild: pd/Staatsarchiv)

Diese Tuschzeichnung von J. U. Fitzi zeigt Berneck nach dem Brand: Im Bild die Obere Dohlengasse und der Platz. Heute sind diese Orte unter den Namen Neugass und Rathausplatz bekannt. (Bild: pd/Staatsarchiv)

Wenn die jahrelang sanierte Neugass am Samstag, 30. Juni, ihre Eröffnung feiert, wird ihre Geschichte unweit davon entfernt aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Die Museumskommission Berneck lädt nämlich auf den gleichen Tag, auf 16 Uhr, ins Ortsmuseum im Torkel Oberdorf zur Eröffnung ihrer neuen Ausstellung ein. Diese befasst sich mit dem Dorfbrand von 1848 und im Rahmen des Wiederaufbaus des Dorfs auch mit der Neugass.

Die Bernecker kamen zu spät zum Löschen

Zuvor war die Neugass gar nicht unter diesem Namen bekannt gewesen: Sie hiess Obere Dohlengasse und kam gemäss einer Stimme aus dem Museumsführer weniger prächtig daher als heute. 1917 sagte der damals 92-jährige Schlossermeister Thurnheer nämlich: «Wie viel schöner und bequemer ist alles eingerichtet, welch ein gewaltiger Fortschritt bedeutet besonders die Neugass im Vergleich mit der alten Dohlengasse!»

Der Dorfbrand brach am 17. Mai 1848 um 23 Uhr aus und breitete sich rasch über viele der damals klassischen schindelbedeckten Holzhäuser aus. Viele Bernecker befanden sich zu der Zeit im Militärdienst in St. Gallen, was die Brandbekämpfung erschwerte. Viele «löschfähige» Bernecker, so heisst es im Ausstellungsführer, seien deshalb zu spät im Dorf eingetroffen.

Die Ausstellung hat das Ziel, die Besucher in die Nacht zurückzuversetzen, als die Feuerwehr die Bevölkerung mit dem Schreckensruf «Fürio!» und gellenden Feuerhörnern alarmierte. Die Bernecker mussten bange Viertelstunden warten, bis die ersten Rettungskräfte mit ihren Wasserspritzen eintrafen. Diese kamen aus den Gemeinden Lustenau, Dornbirn, Hohenems, Götzis und Bregenz – da wurde das Feuer zuerst bemerkt. Für viele alte Häuser war auch das zu spät. (rez)

Hinweis

Die Ausstellung ist an folgenden Tagen geöffnet: Samstag, 30. Juni, 16 bis 20 Uhr; Sonntag, 1. Juli, 11 bis 17 Uhr (am Wochenende gibt’s ein Beizli mit Grill); Mittwoch, 4. Juli, und Donnerstag, 5. Juli, jeweils von 18 bis 21 Uhr.

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