Von Jogi Löw bis Naim Memeti

FUSSSBALL. Das Hallenturnier des FC Fortuna, das Regiomasters in St. Gallen, wird am Sonntag zum 25. Mal durchgeführt. Dabei sind zwei Rheintaler Teams. In der Turnier-Chronik stehen grosse Namen – und seit letztem Jahr auch ein St. Margrether.

Yves Solenthaler
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Am 25. Hallenturnier des FC Fortuna St. Gallen spielen die besten Ostschweizer Amateurfussballer um den Siegerpokal. (Bild: Archiv/Urs Jaudas)

Am 25. Hallenturnier des FC Fortuna St. Gallen spielen die besten Ostschweizer Amateurfussballer um den Siegerpokal. (Bild: Archiv/Urs Jaudas)

Die Zweitligisten Altstätten und St. Margrethen starten am Sonntag ins neue Jahr. In der Kreuzbleichehalle messen sich ab 8.30 Uhr 16 Teams, deren Namen sich wie das Who is Who des Ostschweizer Amateurfussballs lesen. Rapperswil-Jona und Brühl aus der Promotion League sowie Gossau aus der 1. Liga führen das Feld an. Titelverteidiger ist indes der FC Herisau.

Losglück für St. Margrethen

Der FC St. Margrethen hat in dieser Woche wieder mit dem Training angefangen: «Im Januar trainieren wir aber nur dosiert, denn drei Monate Vorbereitung auf die Rückrunde ist eigentlich zu lang.» Dorde Duvnjak beabsichtigt, mit einer stattlichen Delegation («12 bis 13 Spieler») nach St. Gallen zu reisen: «So können wir mit zwei Blöcken, inklusive Ersatzleuten, spielen.» Sportliche Ziele setzt der Übungsleiter nicht. Aber St. Margrethen war im Vorjahr in den Viertelfinal gekommen und stellte mit dem derzeit verletzten Naim Memeti gar den besten Torschützen des Turniers. Zudem hatte St. Margrethen Losglück: Die Vorrundengegner (Winkeln, Henau und Goldach) kommen aus der hinteren Tabellenhälfte der 2. Liga, Gruppe 2.

Beim FC Altstätten beginnt das Training erst am nächsten Montag, dann nimmt auch der neue Trainer Emilio Knecht seine Arbeit auf. In St. Gallen wird der FCA noch von Giusi Castrovinci betreut. Die Spieler haben in der Winterpause wöchentlich auf dem Kunstrasenplatz gekickt – und werden auch im Training nicht in die Halle gehen, auch nicht vor dem Widnauer Hallenturnier in zwei Wochen. Die Teilnahme am Hallenturnier ist freiwillig. «Aber ich hatte keine Mühe, genug Spieler aus der ersten Mannschaft zu finden», sagt Castrovinci. Das Turnier des FC Fortuna ist beliebt bei den Spielern. Die FCA-Gegner sind reizvoll, allen voran der SC Brühl (mit den Ex-Altstättern Shabani und Lo Re). Beim Match gegen Gastgeber Fortuna könnte es zu einem Aufeinandertreffen mit dem 38-jährigen Christian «Gigi» Städler kommen, und mit Bazenheid steht auch ein Aufstiegsanwärter der 2. Liga auf dem Programm.

Torschützenkönig Jogi Löw

Von den Spielern (und den Zuschauern) geschätzt wird die Tatsache, dass in der Kreuzbleichehalle mit Banden gespielt wird. Interessante Einblicke gibt's im Pausen-Talk (um 12.30 Uhr), den der verletzte FCSG-Captain Philippe Montandon und Schriftsteller Pedro Lenz («Der Goalie bin ig») bestreiten.

Zum Jubiläum drängt sich ein Blick in die Turnier-Statistik auf. Da figuriert unter den besten Torschützen nebst Michael Lehnherr und Manfred Braschler (beide 1992) auch ein gewisser Jogi Löw, der 1994 als Spieler des FC Winterthur sechs Tore erzielt hat. Rekordsieger sind mit je vier Titeln Brühl und Vorjahressieger Herisau. Auf der Siegertafel taucht als einziges ausländisches Team Lokomotive Moskau auf (1996). Die Russen hätten in sämtlichen Zimmern ihres Hotels die Zimmerbar «leer gesoffen», schreiben die Organisatoren René Bühler und Erich Müller im Turniermagazin.

25. ALLIANZ-REGIOMASTERS

Gruppe 1: St. Margrethen, Goldach, Winkeln, Henau (alle 2. Liga).

Gruppe 2: Gossau (1.), Amriswil (2.i.), Rorschach (2.), Abtwil (2.).

Gruppe 3: Brühl (Prom.), Altstätten (2.), Bazenheid (2.), Fortuna (3.).

Gruppe 4: Rapperswil (Prom.), Frauenfeld (2.i.), Herisau (2.), Steinach (2.).