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Von der Post zum Hotel

Eine von Arthur Oehler verfasste Broschüre widmet sich der Geschichte des Hotels Linde in Heiden.
Peter Eggenberger
Zu den prägenden Bauten der Poststrasse von Heiden gehört das nach dem Dorfbrand von 1838 erbaute Hotel Linde. (Bild: pd)

Zu den prägenden Bauten der Poststrasse von Heiden gehört das nach dem Dorfbrand von 1838 erbaute Hotel Linde. (Bild: pd)

HEIDEN. Nach dem Dorfbrand von 1838 avancierte Heiden innert weniger Jahre zum renommierten Kurort. Zu den neu erbauten Häusern gehörte um 1840 die «Linde». 1845 erhielt Heiden ein Postbüro, und als erster Posthalter wirkte Johannes Niederer, Pintenwirt zur «Linde». Dem Haus mit Wirtschaft und Post wurde später auch das Telegrafenbüro angegliedert.

Erfolgreiche Ära Ruppanner

Nach dem Auszug der Post und verschiedenen Eigentümern und Wirten erwarb Johann Baptist Ruppanner-Vock 1891 die «Linde», die bereits vorher zum Hotel geworden war. Seine Nachfolge traten Sohn und Schwiegertochter Johann Baptist und Frieda Ruppanner-Kyd im Jahre 1934 an. Sie führten den dreissig Gästebetten zählenden Betrieb während fast dreier Jahrzehnte auf originelle Art und Weise.

Hotelière aus San Remo

Emil Ruppanner, ein weiterer Sohn von J. B. Ruppanner-Vock, betrieb in San Remo ein Comestiblesgeschäft. In Italien wuchs Tochter Trudi auf, die ihre Sommerferien jeweils beim Götti in der «Linde» verbrachte. Nach einer entsprechenden Ausbildung trat sie am 1. April 1963 in seine Fussstapfen.

Mit dem Zumieten von Zimmern in Privathäusern konnte die «Linde» bis zu sechzig Gäste beherbergen. Trudi hielt dem erfolgreich geführten Haus 23 Jahre lang die Treue.

Genossenschaftliche Basis

1986 erwarb Paul Kobelt, Eigentümer eines Sanitär- und Heizungsunternehmen in Heiden, die «Linde», die er sofort einer umfassenden Sanierung und Erneuerung unterzog. Nach den Ehepaaren Neser und Weik als Pächter wird das Haus heute von einer 2003 gegründeten Genossenschaft geführt, wobei die Betriebsleitung in den Händen von Kasia Balinska und Cornelia Frehner liegt.

Prunkstück Arvensaal

Ein viel bewundertes Prunkstück ist der Arvensaal im Hotel, der wahrscheinlich nach dem Auszug der Post ums Jahr 1874 realisiert wurde. Seine heutige Innengestaltung und Ausstattung erhielt er aber vermutlich erst zu Beginn der Ära Ruppanner.

Heute ist der Saal einzigartig, und entsprechend beliebt ist der historische Raum für Veranstaltungen und Festlichkeiten aller Art.

Quelle: «Linde Heiden AR – Die Geschichte eines Hotels von der Biedermeierzeit bis heute», von Arthur Oehler. Erhältlich im Hotel Linde.

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