Vom Wasser in die Kälte

1,2 km Schwimmen, 102 km Radfahren und 12 km Laufen – bei schwierigen Verhältnissen fand am Sonntag der Trans Vorarlberg Triathlon statt. Insgesamt 600 Athleten waren am Start.

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Tri Top Team vor dem Trans Vorarlberg Triathlon (von links): Sven Schawalder, Michael Hautle sowie Reto und Alexander Schawalder. (Bild: pd)

Tri Top Team vor dem Trans Vorarlberg Triathlon (von links): Sven Schawalder, Michael Hautle sowie Reto und Alexander Schawalder. (Bild: pd)

TRIATHLON. Mit 21,8 Grad Wassertemperatur hatte der Bodensee am Sonntagmorgen die angenehmsten Bedingungen zu bieten. Hingegen herrschten auf dem 1675 Meter hohen Hochtannbergpass zwischen Schröcken und Warth kalte 8 Grad. Unregelmässiger Regen erschwerte die Route quer durch Vorarlberg zusätzlich.

Alexander Schawalder verletzt

Der Widnauer Alexander Schawalder startete vielversprechend in den Wettbewerb: Bereits nach 17 Minuten hatte er die 1,2 Kilometer Schwimmen bewältigt. Nach der Radstrecke – insgesamt waren 2000 Höhenmeter zu meistern – zog er sich als Siebter die Laufschuhe an. Obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt noch «ausgezeichnet» fühlte, musste er danach verletzt aufgeben: Schawalder erlitt einen Muskelfaserriss. Er hofft, für die in London stattfindende WM in drei Wochen wieder gesund zu sein.

Besser lief es seinem in Arnegg wohnhaften Bruder Reto Schawalder. Er nahm die Laufstrecke problemlos unter die Füsse. Am Ende reichte es für den 13. Schlussrang. In seiner Alterskategorie wurde der 54-Jährige ausserdem Gesamtsieger. Bruder Alexander lobte den drei Jahre älteren Reto, war angesichts seiner Verletzung aber auch enttäuscht: «Alles wies darauf hin, dass ich ihn nach längerer Zeit endlich wieder einmal geschlagen hätte. Schade, dass die Wade nicht mitmachte.»

Michael Hautle wird 20.

Ebenfalls einen starken Wettkampf zeigte Michael Hautle aus Diepoldsau. Beim Rheintaler Rhyathlon hatte er vor einer Woche noch eine Rad-Runde zu viel gedreht. Insofern kam ihm in Vorarlberg entgegen, dass die Strecke ohne mögliche Umwege von Bregenz nach Lech führt. Er bezwang die 102 Kilometer in starken 3 Stunden und 18 Minuten. Nach dem finalen Laufen überquerte Hautle als 20. die Ziellinie.

Neben den bekannten Routiniers sorgte mit Sven Schawalder auch ein Youngster für Aufsehen. Der 21-jährige Sohn von Alexander Schawalder startete als jüngster Teilnehmer und klassierte sich unter den Top 100. Der Schwimm-Spezialist stieg nach beachtlichen 18:11 Minuten als 24. aus dem Wasser. Auch auf dem Rad blieb er deutlich unter vier Stunden und beendete das Rennen als 97.

Ausser den Cracks vom Tri Top Team waren vier weitere Sportler aus der Region am Start: Raffael Zanoni (153./Au), Guido Graf (157./Marbach), Marc Steiger (158./Diepoldsau) und Patrick Weder (160./Au) beendeten das Rennen allesamt im Mittelfeld. Total starteten 285 Herren, wovon 272 in Lech ins Ziel kamen. Das Podest war bei den Männern in deutschen Händen: Christian Ritter, Marc Göhner und Sebastian Neef distanzierten ihre Konkurrenten um eine Viertelstunde. Sieger Ritter benötigte für die drei Disziplinen lediglich 4:03:53 Stunden und stellte einen neuen Rekord auf.

Bei den Damen lieferten sich Yvonne van Vlerken (NL) und Laura Philipp (DE) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Niederländerin hatte den Trans Vorarlberg im Vorjahr gewonnen und ging somit erneut als Favoritin an den Start. Lange wurde sie ihrer Rolle gerecht. Umso überraschender, dass Philipp sie auf der Laufstrecke noch abfangen konnte und das Duell für sich entschied. Dritte wurde Nina Brenn aus Flims. (zar)

Raffael Zanoni, Au Triathlon-Debütant

Raffael Zanoni, Au Triathlon-Debütant