Vom Tabellennachbarn überrannt

In der vorletzten Partie dieser Saison standen die Damen des HC Rheintal auswärts Goldach-Rorschach III (Go-Ro) gegenüber. Obwohl die beiden Teams in der Tabelle direkt beieinander platziert sind, kassierte die Gästemannschaft eine hohe 27:39-Niederlage.

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HANDBALL. Begonnen hat das Spiel nicht schlecht für die Rheintalerinnen, wurde ihnen doch gleich beim ersten Angriffsversuch ein Penalty zugesprochen, der souverän verwertet wurde. Bis zum Stand von 4:3 verlief die Begegnung recht ausgeglichen. Die Verteidigung der Gäste stand nicht sehr kompakt, und die Einheimischen kamen immer wieder zu einfachen Toren aus dem Rückraum.

Schwache Verteidigung

Weil aber auf der Gegenseite auch viele Abschlüsse den Weg hinter die Torlinie fanden, konnte der HC Rheintal den Rückstand in Grenzen halten. Danach folgte aber eine sehr schwache Phase des HCR, und die Verteidigung schien völlig neben den Schuhen zu stehen. Nahezu jeder Schuss von Seiten Go-Ro, egal aus welcher Position, bedeutete ein Goal. Auch wenn Torfrau Regina Fässler immer wieder schöne Paraden zeigte, konnte sie nichts am zwischenzeitlichen Rückstand von sechs Treffern (6:12) ändern.

Starke Aufholjagd

Mitte der ersten Halbzeit schien dann doch noch ein Ruck durch die Gästemannschaft zu gehen, und mit einer fulminanten Aufholjagd und einer sehr gut agierenden Verteidigung konnte sie den Rückstand bis auf zwei Tore aufholen. Dies nicht zuletzt auch, weil die Rheintalerinnen sehr gut mit der, für sie ungewohnten 4:2-Verteidigung von Go-Ro zurechtkamen. Zwar verunmöglichte es diese Verteidigungsart fast ausnahmslos, Spielzüge durchzuführen, aber anhand von vielen Einzelaktionen fanden die Gäste immer wieder Platz, um schöne Tore zu erzielen.

Viele Treffer erhalten

Aus unerklärlichen Gründen konnten sie aber dieses Hoch nicht bis zur Pause durchziehen, und so durften die Einheimischen mit einem deutlichen Vorsprung von 21:14 in die letzten dreissig Minuten starten.

Zwar wurde die Mannschaft des HC Rheintal vom Trainerduo Lüchinger/Müller für die vielen geschossenen Tore gelobt, aber gleichzeitig wurde auch aufgezeigt, dass umgekehrt eindeutig zu viele Treffer erhalten wurden. Als Ziel wurde angestrebt, die zweite Spielhälfte für sich zu entscheiden.

Problem war die Verteidigung

Motiviert ging die Mannschaft zurück aufs Spielfeld. Doch irgendwie schien sich das vorher Gezeigte auch in den letzten 30 Minuten durchzuziehen: Zwar gelangen den Rheintalerinnen wieder viele Tore, angeführt von der Aufbauspielerin Jeanine Roth und der Flügelspielerin Chiara Zoller. Aber weil die eigene Abwehrleistung ein stetes Auf und Ab darstellte, kamen die Gegnerinnen auch zu vielen erfolgreichen Abschlüssen. Dies führte dann zum am Schluss sehr deutlichen Heimsieg von 39:27, womit auch das vorgenommene Pausenziel (mit 18:13) klar nicht erreicht werden konnte.

Revanche möglich

Im letzten Heimspiel der Rheintalerinnen, am 21. März, stehen sich noch einmal dieselben beiden Mannschaften gegenüber. Will der HC Rheintal dann eine erfolgreiche Revanche zeigen und einen Schlussrang im Mittelfeld behaupten, muss sicherlich eine viel grössere Konstanz in der Verteidigungsarbeit gezeigt werden. (pd)

Es spielten: R. Fässler, F. Forter, A. Kurtulan, G. Müller, S. Näf, S. Riegg, J. Roth, V. Schlichtling, A. Schuler, M. Strickler, J. Thurnherr, Ch. Zoller.

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