Vom Metzgerssohn zum Poeten

Schon als Kind kannten ihn alle im Dorf. «Ich war der jüngere Sohn des Metzgers», sagt Richi Küttel. Heute kennt man ihn weit über das Tal hinaus. Nicht mehr als jüngerer Sohn des Metzgers. Nein, als Metzger des poetischen Schweigens.

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Schon als Kind kannten ihn alle im Dorf. «Ich war der jüngere Sohn des Metzgers», sagt Richi Küttel. Heute kennt man ihn weit über das Tal hinaus. Nicht mehr als jüngerer Sohn des Metzgers. Nein, als Metzger des poetischen Schweigens. Küttel gehört zu den Schweizer Pionieren im Poetry-Slam, der Kunst des gesprochenen Worts, in Reinform. Bei uns Kult ist seine spitzfindige Hymne über seine Heimat, das «Rhintl», das der gelernte Bankkundenberater 1996 verlassen hatte, weil er «usa» wollte, nach St. Gallen. Heute betreut Küttel mit seiner Firma Wirkpunkt neben Slam-Veranstaltungen diverse Projekte im Literatur-, Sprach- und Kulturbereich. Er bezeichnet sich als Systemdenker, Texter, Künstler. Mit seiner Frau Lisa und dem zweijährigen Sohn lebt er seit drei Jahren in einem Haus in Trogen. (cd)