Vollkommen melodisches Klangbild

Mal mit lyrisch-rhythmischen Tonmalereien, mal mit temporeicher Musik, die ganze Vielfalt der Musikstile mündete immer in die für das «The Duša Orchestra» typischen akkordischen Tonfolgen.

Theodor Looser
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The Duša Orchestra Peter Lenzin (Saxophon), Enrico Lenzin (Schlagzeug), Goran Kovacevic (Akkordeon) und Patrick Kessler (Kontrabass). (Bild: Theodor Looser)

The Duša Orchestra Peter Lenzin (Saxophon), Enrico Lenzin (Schlagzeug), Goran Kovacevic (Akkordeon) und Patrick Kessler (Kontrabass). (Bild: Theodor Looser)

Rebstein. Am Samstagabend traf sich ein zahlreiches, gut gelauntes Publikum im «Kleintheater Lumière» zum Konzert mit «The Duša Orchestra». Es spielten Peter Lenzin (Saxophon), Enrico Lenzin (Schlagzeug), Goran Kovacevic (Akkordeon) und Patrick Kessler (Kontrabass). Veranstalter war der «Förderverein Theater Kunterbunt».

Anheimelnde Stimmung

Claudia Rohrhirs als Organisatorin und Hausherrin freute sich, das Publikum im Namen des Fördervereins begrüssen zu können.

Es sei ihr eine grosse Ehre und «nun Bühne frei für diese vier wunderbaren schönen Mannen»! Nachdem auch das Problem mit der Sicherung, deren Ausfall einen Moment die Musiker lähmte, gelöst war, füllte Musik pur und einheizend dieses Bijou von einem Kleintheater.

Heimspiel

Peter Lenzin sagte an, dass er fast alle Gesichter unter den Zuhörern kenne, das eben gespielte Stück habe er für seine Tochter geschrieben. Das sei auch schon wieder lange her, da diese jetzt bereits fünf Jahre zähle.

Etwa eine Stunde lang spielte «The Duša Orchestra», die einheimische Band mit Musik aus dem Balkan und Appenzell, Paris und Madrid, in der sich die Genre und Stile verschmelzen, in diesem zum Kleintheater umgebauten Hausteil mit Scheune. Die anheimelnde Stimmung verband Musiker und Publikum, es wurde befreit, mit Freude und Humor, aber auch grossem Können und viel Leidenschaft musiziert.

Post ging endgültig ab

In der knapp halbstündigen Pause konnte man sich mit Getränken und Kuchen versorgen, die laue Sommernacht bot den nötigen Rahmen für das festliche Ambiente.

Mit Schlagzeugsolos und anderen Einlagen warteten die Musiker anschliessend wieder auf, mit heissen Rhythmen wurde Tempo gemacht, die Zuhörer konnten nicht genug davon bekommen.

Mit Applaus, Klatschen und Stampfen signalisierte man Freude und Spass am Gebotenen, man wollte den Abend nicht zu Ende gehen lassen.

Mehr als einmal wurde das letzte Stück gespielt, «An American in Bukarest» war dann das Allerletzte, die Melodien wurden ein letztes Mal variiert, verlängert und endlos verändert, bis auch bei allen das Ende des Konzerts akzeptiert wurde. Bei einem Schlummertrunk konnte man den traumhaften Abend ausklingen lassen.