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Vögel füttern oder nicht?

Garten
Bert Stankowski
Er will Futter! Ornithologen hin oder her. (Bild: Bert Stankowski)

Er will Futter! Ornithologen hin oder her. (Bild: Bert Stankowski)

Die Zeiten sind hart. Der Erde gefroren, eine Schneedecke versteckt vielerorts den Boden. Mühsam suchen unsere gefie­derten Freunde in Garten, Hecke und auf dem Feld nach Nahrung, da kommen ihnen doch die allerorten aufgehängten und gut gefüllten Futterhäuser gerade richtig. Zu Dutzenden drängeln sie sich vielerorts um dieses Schlaraffenland.

In den Siedlungen, Gärten und auf Terrassen finden sich vor allem etwa ein Dutzend Arten ein. Mehrere verschiedene Meisen, Buchfinken, Spatzen und Amseln sind überall anzutreffen. Eher seltener kommt ein Kleiber, Buntspecht oder Dompfaff vorbei. Ergänzt wird die Schar von Grünfink, Zeisig, Kernbeisser und Rotkehlchen.

Aber ergibt es auch Sinn? Darüber scheiden sich die Meinungen.

Sicher ergibt füttern Sinn, wenn man die einheimischen Vögel von Nahem bewundern will. Näher als am Futterhaus sieht man sie selten. Für Vögel, die normalerweise bei uns über den Winter verweilen, ist eine solche Zusatzfütterung nicht überlebenswichtig. Sie sind unserem Klima angepasst oder ziehen in sehr harten Zeiten etwas weiter nach Süden. Das Füttern muss also wenn schon, denn schon richtig gemacht werden. Vögel mit dicken Schnäbeln sind Körnerfresser, die mit feinem Schnabel eher auf weiches Futter wie Rosinen oder Meisenknödel eingestellt. Amseln gibt man öfters mal einen angefaulten Apfel, den sie gerne verzehren. Empfohlen wird, nur kleine Mengen zu verfüttern, dabei ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht ihren eigenen Kot in das Futter abgeben können.

Unser Haustiger ist jetzt für die hungrige Schar eine grosse Gefahr. Wichtig: Die Futterstellen für Katzen unerreichbar aufstellen. Fluchtmöglichkeiten auf benachbarte Sträucher und Bäume sind wichtig.

Und was wäre die Alternative zur Winterfütterung? Naturspezialisten und eingefleischte Ornithologen empfehlen, endlich die Gärten und Parks naturnaher zu gestalten. Gehölze, Sträucher und alte Obstbäume beherbergen viele Insektenlarven, -eier und -puppen, die den Vögeln munden. Wildstauden und Gräser, die nicht schon im Herbst der Gartenschere zum Opfer fallen, tragen massenhaft Sämereien, die die Körnerfresser über den Winter bringen. Also, Vögel füttern beginnt schon im Herbst und sollte im eigenen Garten starten. Vögel nicht füttern: Das könnte in einer gesunden, natürlichen Landschaft gelten. Nur sind wir davon leider längst weit entfernt!

Bert Stankowski

Weisslingen www.hostako.npage.eu

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