Villa Schmidheiny in Heerbrugg ist wieder zu haben

Seit Kurzem ist die Villa Schmidheiny zum Verkauf ausgeschrieben. Auch in der Gegend um das Schloss und die Villa tut sich was. Das Areal soll weiterentwickelt werden.

Hildegard Bickel
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Die Villa Schmidheiny steht zum Verkauf. Gespräche haben bereits begonnen. (Bild: Monika von der Linden)

Die Villa Schmidheiny steht zum Verkauf. Gespräche haben bereits begonnen. (Bild: Monika von der Linden)

Vor einem Jahr kaufte ein Widnauer Immobilienunternehmen die leer stehende Jugendstilvilla neben dem Schloss Heerbrugg. Nun wird das mittlerweile voll bewohnte Haus oberhalb des Verkehrsknotens Entenbadkreuzung wieder auf einer Immobilienplattform angepriesen, als «historisches Anwesen an schönster Aussichtslage».

«Gespräche mit Interessenten haben bereits begonnen», sagt Alexander Kovacs von Ganahl Immobilien AG – dermakler.ch, der die Ausschreibung der Villa betreut. «Dazu gehören regionale Firmen, Holdings und Forschungsunternehmen, die einen repräsentativen Sitz wünschen, mit Möglichkeit für Empfänge im gehobenen Rahmen.» Oder Investoren, die gern ein Vorzeigeobjekt besitzen – ein sogenanntes Trophy-Asset – auch wenn es keine grossen Rendite abwirft. Dafür gehört langfristiges Potenzial zum Verkaufsargument.

Verkauf sollte keine Probleme sein

Erbaut wurde die Villa im Jahr 1905 von Ernst Schmidheiny, Mitglied der Industriellenfamilie Schmidheiny. Sie blieb im Besitz der Familie bis 2005, als Peter Schmidheiny das Schloss mitsamt der benachbarten Villa an die Brüder Leo und Peter von Rotz verkaufte. Von aussen erscheint das historische Anwesen als ein stattliches Haus. Seine wahre Grösse zeigt es im Innern: Hier hätten problemlos sieben normale Einfamilienhäuser Platz, so die Architekten von Bänziger Lutze, nachdem sie die Villa 2005 restaurierten.

Der ursprüngliche Charme blieb erhalten und mit Investitionen von über 5,8 Millionen Franken wurde die Villa in einen Zustand von hoher Qualität versetzt. Auf fünf Stockwerken befinden sich heute gehobene Wohneinheiten, mehrere Büros, Zahnarztpraxen und etwas Ausbaupotenzial. Alexander Kovacs sieht keine Schwierigkeit darin, die Villa zu verkaufen. Innerhalb der passenden Zielgruppe liessen sich auch Käufer finden, sagt er.

Entwicklungspläne sind in Bearbeitung

Zusätzlich ist vorgesehen, die Umgebung um die Villa und das Schloss aufzuwerten. In Zusammenarbeit mit Baumschlager Hutter Partners und Ganahl Immobilien AG – dermakler.ch, beides in der Villa ansässige Unternehmen, wird das Areal künftig weiterentwickelt. Konkrete Pläne diesbezüglich sind noch in Bearbeitung. Nicht betroffen von den Geschäftstätigkeiten rund um die Villa ist das Schloss Heerbrugg selbst, das seit 2006 Peter von Rotz gehört.