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Vier Rega-Einsätze im Rheintal innert zwölf Tagen

Innerhalb weniger Tage kam es zu vier Rega-Einsätzen in der Region. Ist das ungewöhnlich?
Benjamin Schmid
Kommt nur in Notfällen zum Einsatz – die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega. Bild: Archiv/Hildegard Bickel

Kommt nur in Notfällen zum Einsatz – die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega. Bild: Archiv/Hildegard Bickel

Gemäss Corina Zellweger, Mediensprecherin der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega, stand die Crew der Rega-Basis St.Gallen zugunsten von Patienten im Einsatz. Es handelte sich dabei um einen Verkehrsunfall, zweimal um einen Transport von erkrankten Personen und um einen weiteren, nicht näher definierten Unfall. «Im gleichen Zeitraum flog die St.Galler Crew rund 40 weitere Einsätze», sagte Corina Zellweger.

Ob das eine Häufung der Einsätze für die Region sei, kann die Mediensprecherin aufgrund der Einsatzdaten nicht sagen. Wegen Daten- und Patientenschutz darf sie keine näheren Angaben machen, wohin einzelne Patienten geflogen wurden. Zwei dieser Einsätze fanden am Abend, einer frühmorgens und der vierte um den Mittag statt. Alarmiert wurde die Rega zweimal durch die Sanitätsnotrufzentrale 144 St.Gallen, je einmal durch eine Arztpraxis und eine Privatperson.

Laut Günter Bildstein, Leiter Rettung St.Gallen, kann die Rega durch alle Bürger über die Nummer 1414 aufgeboten werden. Die meisten Einsätze erhält sie über die Sanitätsnotrufzen­trale der Schweiz (Notruf 144). «Im Rheintal ist der Notarzt Rolf Schück tätig und kann bei Einsätzen selbstständig die Rega aufbieten», sagt Günter Bildstein. Dies könne einen Zusammenhang mit den gehäuften Einsätzen haben, müsse aber nicht zwingend so sein.

«Die Rega wird nicht vorschnell aufgeboten», sagt Corina Zellweger, «mit unserer Notrufnummer 1414 wird sehr verantwortungsvoll umgegangen. Eine Alarmierung bedeutet nicht, dass die Rotorblätter eines Rettungshelikopters zu drehen beginnen.» In der Rega-Einsatzzentrale sässen kompetente und ausgebildete Einsatzleiterinnen und -leiter, die kritische Situationen gut beurteilen und abschätzen können, ob ein Rettungshelikopter das richtige Mittel ist.

Rettungshelikopter oder Krankenwagen

Sobald eine Sanitätsnotrufzen­trale involviert ist, wird gemäss Günter Bildstein anhand einer medizinischen Abfrage entschieden, ob es ausschliesslich einen Rettungswagen braucht, ob ein Notarzt dazu aufgeboten werden soll, ob ein Helikopter zum Einsatz kommen soll und ob es andere Mittel und Dienste wie Polizei oder Feuerwehr braucht. Wenn keine akute Notfallsituation besteht, werden Patienten an den Hausarzt oder den zuständigen Dienstarzt verwiesen. Der Entscheid pro Helikopter werde anhand verschiedener Indikationen gefällt. Als Indikation bezeichnet man in der Medizin den Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Massnah­me beziehungsweise welche medizinische Massnahme bei einem bestimmten Krankheitsbild angebracht ist.

Eine der wesentlichen Indikationen ist unwegsames Gelände, daher wird bei Bergnotfällen in erster Linie die Luftrettung alarmiert. Sonst geht es um einen raschen Transport in ein weiter entferntes Spital, wenn das nächstgelegene Spital eine bestimmte medizinische Leistung nicht anbieten kann. Als Beispiele nennt Günter Bildstein einen Unfall mit schweren Kopfverletzungen oder Patienten mit akutem Herzinfarkt. Bei beiden Fällen könne die medizinische Versorgung vor Ort durch Notarzt und Rettungsteam durchgeführt werden, die Patienten müssen aber zur weiteren Behandlung ins Kantonsspital St.Gallen. «Hier kann der Transport über den Luftweg einen deutlichen zeitlichen Vorteil bringen», sagt der Leiter Rettung St.Gallen.

Spital Altstätten oder St.Gallen

Ob ein Patient ins Spital nach Altstätten oder nach St.Gallen gebracht wird, entscheidet das Rettungsteam vor Ort. «Grundsätzlich gilt, dass Patienten ins regional zuständige Spital gebracht werden», sagt Günter Bildstein. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings: Die Patienten wünschen ein anderes Spital, der Arzt weist die Patienten in ein anderes Spital ein und Indikation für ein entsprechendes Zentrum. Die Beurteilung ist unabhängig von Tages- oder Nachtzeit. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Spital kann je nach Erkrankung oder Verletzung die Einweisung in ein anderes Spital sinnvoll sein.

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