Vier-Punkte-Kampf in Kriessern

Mit Freiamt gastiert ein Gegner im Rheintal, der nur einen Punkt hinter Kriessern liegt. Ein vorentscheidendes Duell für eine gute Halbfinal-Ausgangslage.

Patrick Dietsche
Drucken
Bevor die Grossen ran müssen, können sportbegeisterte Kinder im Schnuppertraining erfahren, wie sich Ringen anfühlt. (Bild: dip)

Bevor die Grossen ran müssen, können sportbegeisterte Kinder im Schnuppertraining erfahren, wie sich Ringen anfühlt. (Bild: dip)

RINGEN. Weder die Aargauer noch die Kriessner können mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein. Während die Kriessner allerdings gegen die zwei «Grossen», RC Willisau und RR Hergiswil, verloren haben, hat es die Aargauer gegen die RR Schattdorf erwischt, was den Ansprüchen der Freiämter sicher nicht gerecht wird.

Tritt noch nicht gefunden

Das Team um Trainer Thomas Murer hat in dieser Saison den Tritt noch nicht gefunden. Sechs Punkte aus eben so vielen Kämpfen ist nicht das, was man sich vor Saisonbeginn vorgestellt hat. Ganz überraschend kommen die Probleme allerdings nicht, denn wie schon andere Teams erfahren mussten, birgt der Einbau von Nachwuchskräften die Gefahr, kurzfristig an Durchschlagskraft zu verlieren. Langfristig wird sich der Weg allerdings auszahlen, wie das Beispiel von Willisau in dieser Saison eindrucksvoll beweist.

Die Frage ist, ob man Ruhe und Geduld hat, den Umbau konsequent durchzuziehen und nicht durch kurzfristige Massnahmen den langfristigen Erfolg aufs Spiel setzt. Die Qualität im Freiamt-Team ist vorhanden, und der Nachwuchs hat bewiesen, dass er höheren Ansprüchen genügt. Was fehlt, ist die Erfahrung auf höchstem Level und die Konstanz, über eine lange Saison – Samstag für Samstag – die Leistung abrufen zu können. Seit drei Runden ist Teamleader Pascal Strebel wieder im Team, und am letzten Samstag gab Nicola Küng nach langer Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback. Pascal Gurtner ist in dieser Saison kaum wiederzuerkennen. Nachdem er letztes Jahr nie richtig in Schwung kam und achtmal als Verlierer von der Matte musste, ist er bisher ungeschlagen. Er dürfte auch morgen Samstag schwer zu schlagen sein.

Schnuppertraining RiKidz

Vor dem eigentlichen Hauptkampf können interessierte Kinder von fünf bis zehn Jahren zusammen mit den Kriessner RiKiz ein Schnuppertraining absolvieren. Start ist um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle. Mit Trainerhose, T-Shirt und Turnschuhen können unter der Leitung von Patricia Fiechter und Reto Wüst unverbindlich erste Versuche im Ringen gemacht werden. Die begleitenden Eltern sind danach natürlich mit ihren Kids zum Ligakampf gegen Freiamt eingeladen. In diesem wollen die Kriessner nach zwei Niederlagen zum Siegen zurückkehren, zumal man endlich wieder einmal in der heimischen Halle antreten kann. Ein Sieg wäre umso wichtiger, weil man sich damit die Aargauer vom Leib halten könnte und damit, in Anbetracht des Restprogramms, wohl nicht mehr aus den ersten vier zu verdrängen wäre. Die Personalprobleme beim Vizemeister sind allerdings nicht wirklich kleiner geworden.

RSK mit Personalproblemen

Fabio Dietsche, David Hungerbühler, Mirco und Christian Hutter, Andreas Bleiker und Jill Baumgartner sind wohl weiter nicht einsatzfähig, und Guillermo Figueroa wird noch Zeit brauchen, um die Umstellung vom Judo aufs Ringen zu vollziehen. Er dürfte aber für die Zukunft ein Gewinn für die Equipe von Hugo Dietsche sein. Ob die Kriessner in Anbetracht des Vier-Punktekampfes auf die Leihringer Urs Wild und Fabio Freuler zurückgreifen werden, ist offen. Sowohl Christoph als auch Manuel Wittenwiler haben bisher mehrheitlich überzeugt und es ist fraglich, ob es Sinn macht, für die beiden einen Leihringer einzusetzen. Mit der Unterstützung des begeisterungsfähigen Heimpublikums im Rücken werden die Gastgeber alles geben, um das Glück auf ihre Seite zu zwingen und die zwei wichtigen Punkte im Rheintal zu halten.

Morgen Samstag, MZH Kriessern: Schnuppertraining RiKidz, 18 bis 19.15 Uhr. 7. Runde Hutter Premium League: RS Kriessern – RS Freiamt ab 20 Uhr.

Aktuelle Nachrichten