Vielseitiger Nischenberuf mit Zukunft

HEERBRUGG. In der Firma SwissOptic in Heerbrugg fand gestern die Berufsorientierung statt. 72 Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe informierten sich über den Beruf des Feinwerkoptikers und die Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Lehre.

Bea Sutter
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Was an der Hebemaschine zum Polieren geschieht, das erklärte Valentino Tomasic, Lernender im vierten Lehrjahr, den interessiert zuhörenden Oberstufenschülerinnen. (Bilder: Bea Sutter)

Was an der Hebemaschine zum Polieren geschieht, das erklärte Valentino Tomasic, Lernender im vierten Lehrjahr, den interessiert zuhörenden Oberstufenschülerinnen. (Bilder: Bea Sutter)

HEERBRUGG. Dass man sich schon frühzeitig mit der Berufswahl auseinandersetzen sollte, ist den meisten Oberstufenschülern bewusst. Unterstützung erhalten die Jugendlichen von der Berufs-und Laufbahnberatung Rheintal in Altstätten. In einer Broschüre sind zahlreiche Berufe und Firmen aufgelistet, die Lehrstellen und Informationen anbieten.

Für die Berufsorientierung bei der Firma SwissOptic in Heerbrugg haben sich 72 Schülerinnen und Schüler der zweiten Real- und Sekundarschule angemeldet.

Jörg Haas, Berufsbildner bei SwissOptic, freute sich, dass sich so viele für den Beruf des Feinwerkoptikers interessieren. Er erklärte, dass das alte Ausbildungsreglement im August 2012 durch den neuen Bildungsplan abgelöst werde. Dieser Bildungsplan sei in einem mehrjährigen Projekt zusammen mit allen Ausbildungsbetrieben in der ganzen Schweiz erstellt worden. Projektleiter Jörg Haas ist davon überzeugt, damit eine zukunftsgerichtete Ausbildung für den Feinwerkoptiker anbieten zu können.

Jörg Haas stellte das Unternehmen vor. Obwohl es die Firma SwissOptic erst seit 14 Jahren gebe, stecke Erfahrung von über 80 Jahren mit der Herstellung von optischen Produkten darin. Er streifte die Geschichte, begonnen bei der Gründung der Firma Wild, die Pionier in der Herstellung von optischen Geräten war. 1997 löste sich SwissOptic von der Gruppe. Sie gehört zu der Berliner Glas Group. Die Firma SwissOptic in Heerbrugg bietet 270 Vollzeitstellen an. 17 junge Leute werden als Feinwerkoptiker ausgebildet.

Die Arbeit des Feinwerkoptikers

Die neuesten Technologien in den Bereichen Medizin, Halbleiter, Vermessung, Information und Kommunikation verlangen nach Bauteilen, Baugruppen und Systemen, die von den Feinwerkoptikern hergestellt, montiert und kontrolliert werden. Anhand einer Powerpoint-Präsentation veranschaulichte Jörg Haas das Berufsbild des Feinwerkoptikers. «Das ist ein Nischenberuf mit grosser Zukunft», sagte der Ausbildner.

Wer Feinwerkoptiker werden möchte, sollte eine gute Feinmotorik, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mitbringen. Auch in Physik, Mathematik, Algebra und Geometrie sollte man gute Noten vorweisen können. Geduld und präzises Arbeiten sind ebenfalls sehr wichtig. Jörg Haas erklärte den Schülern das Auswahlverfahren für eine Lehrstelle. Auch zum Schnuppern ist eine schriftliche Bewerbung erforderlich. Nach der Lehre als Feinwerkoptiker stehen den jungen Berufsleuten zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung offen. Nach diesen Informationen waren alle zum Rundgang durch die Produktionshallen eingeladen. Lernende aus dem vierten Lehrjahr führten die Gruppen.

Über den Beruf Feinwerkoptiker liessen sich die Oberstufenschüler von Berufsbildner Jörg Haas informieren.

Über den Beruf Feinwerkoptiker liessen sich die Oberstufenschüler von Berufsbildner Jörg Haas informieren.