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«Viele meinen, Marihuana sei legal»

Die Sozialen Dienste Mittelrheintal geben seit diesem Sommer Jungbürgern in Widnau und Diepoldsau eine Info-Broschüre ab. Projektleiterin Claudia Tobler über Unsicherheiten der Jugendlichen bei Rechten und Pflichten.

Frau Tobler, den neuen Jungbürgern von Widnau und Diepoldsau wird seit diesem Sommer ein Flyer mit den Rechten und Pflichten eines Jugendlichen verteilt. Warum?

Claudia Tobler: Bei Beratungen des Jugendnetzwerks Mittelrheintal stellten wir fest, dass Jugendliche ihre Rechte und Pflichten nicht immer kennen. Daher entschieden wir uns, den volljährigen Jungbürgern diese Broschüre abzugeben. Wer erwachsen wird, erhält neue Rechte und Pflichten, so erachten wir diesen Zeitpunkt als sinnvoll.

Welches sind die Ziele von «tipp – infos für junge leute»?

Tobler: Wir möchten die Jugendlichen sensibilisieren, sich bei heiklen Themen zu informieren und auch beraten zu lassen. Oft wissen sie nicht, dass ihnen gratis Hilfe angeboten wird.

Kennen die Jugendlichen Ihre Rechte und Pflichten zu wenig?

Tobler: Ja, vor allem wenn es um die Grenzen der Legalität geht. Jugendliche wissen oft nicht, ab welchem Alter der Kauf und der Konsum von Alkohol legal ist.

Ebenfalls meinen viele Buben und Mädchen, Marihuana-Konsum sei legal. Diese Missverständnisse gilt es auszuräumen. Geht es um andere Themen wie Wahl- und Stimmrecht, werden Jugendliche in der Schule gut aufgeklärt.

Bestehen vor allem Wissenslücken beim Thema Drogen?

Tobler: Wie man auch an Festen wie der Rhema sieht, kommen Jugendliche immer wieder mit Drogen in Berührung. Dieses Thema ist daher sehr aktuell.

Bestehen weitere Unsicherheiten?

Tobler: Bei Kaufverträgen ist oft unklar, wann eine Unterschrift rechtsgültig ist. Immer wieder wird dies beim Kauf auf die leichte Schulter genommen. Wir möchten den Buben und Mädchen nahe legen, zuerst zu überlegen und erst nachher zu kaufen.

Also hat die Informations-Broschüre des Jugendnetzwerks auch Prävention als Ziel?

Tobler: Klar, wer bereits beim Kauf von Konsumgütern auf die Notwendigkeit achtet, kann Schulden vorbeugen.

Die Unternehmen haben nämlich gemerkt, dass die Jugendlichen immer früher und immer mehr Geld zur Verfügung haben. Deshalb werden sie als Kundengruppe wahrgenommen und aktiv bearbeitet. Dies macht uns auch im Rheintal Sorgen.

Sie üben Gesellschaftskritik.

Tobler: Ja, weil sich den Jugendlichen stetig neue Möglichkeiten auftun, steigen auch die Unsicherheiten laufend.

Die Informationsbroschüre ist ausser Beratungen ein weiterer Kanal, durch den die SDM an die Jugendlichen herankommen möchten.

Interview: Samuel Tanner

www.jugendnetzwerksdm.ch

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