Viel über das Erbrecht gelernt

BALGACH. Die Kasse hat sich erholt und der Vorstand wurde erneut bestätigt. An der HV der CVP Balgach blieb somit Zeit für einen spannenden Vortrag.

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Die Mitglieder der CVP Balgach trafen sich im Restaurant Rössli. (Bild: pd)

Die Mitglieder der CVP Balgach trafen sich im Restaurant Rössli. (Bild: pd)

Der Vorstand der CVP Balgach begrüsste die Mitglieder in diesem Jahr zur ordentlichen Hauptversammlung im wiedereröffneten Restaurant Rössli. Mit dem Präsidentenbericht liess Nigg Weber das letzte Jahr Revue passieren. An verschiedenen Zusammenkünften bot sich Gelegenheit, sich über das Seniorenzentrum Verahus oder den Schülerhort zu informieren sowie die Geselligkeit zu pflegen – so auch an der Herbsttagung der CVP St. Gallen. Mit Bedauern wurde die Absage des Info-Anlasses «Hochwasser» zur Kenntnis genommen.

Unterstützung für den Vorstand

Die Kasse hat sich nach den intensiven Wahljahren erholt und ist wieder eine Grundlage für nächste Aktivitäten.

Konstruktiv wurde das Thema «Unterstützung des Vorstandes» diskutiert. Es haben sich mehrere Mitglieder bereit erklärt, eine Projektgruppe zu bilden. Der Vorstand wurde mit Brigitte Frei, Markus Wüst und Urs Bürki erneut bestätigt. Für ein weiteres Jahr ist Nigg Weber als Präsident gewählt.

Ritter und Ammann

Im November dieses Jahres werden bereits der National- und der Ständerat gewählt. Mit Markus Ritter aus Altstätten und Thomas Ammann aus Rüthi ist die CVP mit zwei Kandidaten aus dem Rheintal vertreten. Vorbereitungen für den kommunalen Wahlkampf werden in diesem Herbst in Angriff genommen.

Im Anschluss an die ordentlichen Geschäfte konnte Kantonsrat Michael Schöbi für ein Referat gewonnen werden. Mit seiner Anwaltspraxis in Altstätten hat er sich auf das Ehe- und Familienrecht spezialisiert. Mit dem Thema Erben müssen sich früher oder später alle befassen. Schöbis Referat lautete deshalb «Erben und Vererben; was Sie dazu wissen müssen». Das Gesetz gibt zwar Regeln vor, doch je tiefer man in die Materie dringt, desto komplexer wird die Angelegenheit.

Die gesetzlichen Erben sind die direkten Verwandten und der überlebende Ehegatte; sind Nachkommen vorhanden, schliessen diese andere Verwandte aus. Ohne Kinder erben Vater und Mutter oder deren Nachkommen (Geschwister). Für Konkubinatspaare besteht kein gesetzliches Erbrecht. Die Erbquote beläuft sich für den überlebenden Ehegatten auf die Hälfte, Kinder und Eltern erben zu gleichen Teilen.

Öffentlich beurkunden

Mit einem Ehe- und Erbvertrag kann im Vorfeld, unter Berücksichtigung des Güterrechtes, einiges festgelegt werden. Dies kann bis zu einem Erbverzicht der mündigen Kinder führen, unter dem Gedanken des Vermögenserhalts (beispielsweise Haus) des überlebenden Ehepartners und einer Erbteilung nach dessen Tod. Der Ehe- und Erbvertrag muss öffentlich beurkundet und auf dem Amtsnotariat hinterlegt werden. Es kann in diesem Rahmen auch ein Willensvollstrecker bestimmt werden. Für Ehegatten und Nachkommen fallen keine Steuern an, für alle weiteren Erben besteht eine Steuerpflicht.

In einer interessanten Fragerunde konnte Michael Schöbi das anspruchsvolle Thema mit einem Zitat abschliessen. Denn schon Benjamin Franklin meinte: «In dieser Welt gibt es nichts Sichereres als den Tod und die Steuern.» (pd)