Viel Einsatz, aber kein Lohn

Die Staaderinnen unterliegen dem Tabellenzweiten FC Basel trotz grossem Einsatz 1:3. Mit etwas mehr Glück wäre erneut eine Überraschung dringelegen. Staad – Basel 1:3 (0:2) Weitere Resultate Tabelle

Christian Wenger
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Rafaela Bisquolm (links) im Zweikampf mit Basels Melanie Huber. (Bild: Christian Wenger)

Rafaela Bisquolm (links) im Zweikampf mit Basels Melanie Huber. (Bild: Christian Wenger)

FUSSBALL. Die 28-jährige Amanda Hutter kam in ihrem siebten Staader Jahr zum NLA-Début. An der Torhüterin lag es nicht, dass die Seemädchen drei Gegentore kassierten.

Staad versteckte sich vor dem Favoriten keineswegs. Mutig und keck trat das Raith-Team an. Nach einer Viertelstunde drang Rebekka Thoma in den Basler Strafraum und wurde zu Fall gebracht. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aber aus. Die Gäste fanden bis dahin nicht ins Spiel, was aus ihrer Sicht wohl am Terrain lag. Doch wie aus dem Nichts tauchten die Baslerinnen nach einer knappen halben Stunde vor dem Staader Tor auf und trafen aus abseitsverdächtiger Position durch Ramona Ackermann zum 1:0. Dieser Treffer war weder zwingend, noch verdient. Aber die individuelle Klasse der Gäste zeichnete sich hierbei aus. Wenig später funktionierte die Staader Abseitsfalle nicht wunschgemäss, Fabienne Bangerter traf zum 2:0.

Das Heimteam gab sich auch nach der Pause nicht geschlagen, spielte weiter munter nach vorne. Doch nach einer Stunde traf Kerstin Boschert mit einem Schuss unter die Latte zum 3:0.

Dennoch lieferten die Staaderinnen eine ihrer besten Saisonleistungen und kämpften. Rafaela Bisquolm wurde perfekt angespielt, liess FCB-Schlussfrau Sina Autino aus und schob gekonnt zum 1:3 ein – wie alle glaubten. Doch die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten hob sich: Abseits. Auch dieser Entscheid war fragwürdig. Meike van Elten setzte sich nur Sekunden nach ihrer Einwechslung durch und überlistete mit ihrem Abschluss Autino. Der Ball sprang dann aber via Innenpfosten doch noch in die Hände der Torhüterin.

«Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt», sagte Sissy Raith nach dem Spiel. Nimmt man den möglichen Penalty nach einer Viertelstunde und Bisquolms vermeintliches Abseitstor, stünde es schon 2:3. In der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische doch noch auf den Punkt – Sabrina Petriella versenkte souverän.

Bereits am Mittwoch geht die Finalrunde weiter. Dann spielt Staad in Neunkirch.

NLA FRAUEN, FINALRUNDE

Bützel – 100 Zuschauer. Tore: 26. Ackermann 0:1, 35. Bangerter 0:2, 61. Boschert 0:3, 90. Petriella (P) 1:3. Staad: A. Hutter; Horvat, Brunner, Miladinovic (46. Kirchmann), Alina Thoma; Rebekka Thoma Trzaskowski, Petriella, Reischmann (81. Bruderer); Bisquolm, Klotz (72. van Elten).

Yverdon – St. Gallen 2:1, Young Boys – Luzern 2:0, Neunkirch – Zürich 1:3.

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