Verwandte aus aller Welt im Rheintal am Naeffen-Fest

ALTSTÄTTEN. Rund 300 Personen besuchen für ein Wochenende Altstätten – und alle sind miteinander verwandt. Zum 55. Mal findet vom Freitag, 20., bis am Sonntag, 22. Juni, das sogenannte Naeffen-Fest statt. Es ist ein Familienfest der besonderen Art.

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ALTSTÄTTEN. Rund 300 Personen besuchen für ein Wochenende Altstätten – und alle sind miteinander verwandt. Zum 55. Mal findet vom Freitag, 20., bis am Sonntag, 22. Juni, das sogenannte Naeffen-Fest statt. Es ist ein Familienfest der besonderen Art.

1854 fand es das erste Mal statt

Es findet nur alle fünf Jahre statt, und die Dimensionen sind beeindruckend: An drei Tagen im Juni versammeln sich im Rheintal die Nachkommen der Naeffen-Familie zu einem Fest. Erwartet werden rund 300 Personen aus der ganzen Welt.

Es ist das vielleicht grösste und älteste Familienfest der Schweiz: 1854 fand es zum ersten Mal statt.

Familie mit 1500 Mitgliedern

Die Familie zählt mittlerweile rund 1500 Mitglieder. Nicht alle wohnen in der Schweiz. Im Laufe der Zeit liessen sie sich in Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Japan, Italien, Kanada, Österreich, Südafrika, Ungarn und den USA nieder. Die Jüngsten sind wenige Wochen, die Älteste 100 Jahre alt.

Der Ursprung der Familie liegt in Altstätten. Hier wohnte der Urahn Johann Mathias Naeff. Der Leinwand-Händler war unter anderem auch Regierungsrat des neuen Kantons St. Gallen.

Erster Naeff hatte zehn Kinder

Er lebte von 1773 bis 1853 und hatte zehn Kinder. Schon kurz nach seinem Tod begann die Familie, sich zu treffen. Seit 160 Jahren lebt diese Tradition nun schon weiter.

Bis 1913 wurde das Naeffen-Fest jährlich gefeiert, danach noch alle fünf Jahre. Nur während der beiden Weltkriege gab es längere Unterbrüche.

Ein abwechslungsreicher Tag

Traditionsgemäss startet das Fest am Freitagabend in Altstätten, unter anderem mit der Vorführung von Filmen vergangener Feste. Am Samstag, dem eigentlichen Festtag, versammeln sich die Verwandten in der Prestegg, um das Ortsmuseum zu besichtigen und an einer Stadtführung teilzunehmen.

Mit der Appenzeller Bahn geht es danach zum Festplatz an der Alten Stossstrasse. Auf einer grossen Wiese am Waldrand findet das eigentliche Fest statt, wo gegessen und gespielt wird. Jedes Mal wird ein Theaterstück aufgeführt, eigens für das Fest geschrieben. Am Sonntag wird das Fest mit einem Bauernfrühstück beendet. (pd)

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