Vertrauen zurückgewinnen

ALTSTÄTTEN. Folgende Frage ist naheliegend: Hat die Rhema ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn der neue Verwaltungsrat vom bisherigen Mitverantwortlichen Urs Nüesch präsidiert wird und mit dem Altstätter Stadtrat Jürg Plüss ein weiterer Bisheriger im neuen Verwaltungsrat sitzt?

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ALTSTÄTTEN. Folgende Frage ist naheliegend: Hat die Rhema ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn der neue Verwaltungsrat vom bisherigen Mitverantwortlichen Urs Nüesch präsidiert wird und mit dem Altstätter Stadtrat Jürg Plüss ein weiterer Bisheriger im neuen Verwaltungsrat sitzt?

Präsident ist wichtiger Aktionär

Joos Clément verneint die Frage. Er selbst hat sich 34 Jahre lang für die Rhema engagiert, war früher Verwaltungsratspräsident und ist künftig «nur» noch Aktionär. «Eine einzige Person», sagt Clément, «hat die Rheintalmesse so brutal an die Wand gefahren» – und das tue unglaublich weh. Gemeint ist der inzwischen entlassene Geschäftsführer Kurt Wettstein, der zugleich den Verwaltungsrat präsidierte. Joos Clément verweist darauf, dass der neue Verwaltungsrat nur zu einem kleinen Teil mit Bisherigen besetzt sei.

Dass Urs Nüesch an der Spitze stehe, sei folgerichtig, zumal er am meisten Aktien zeichne. Ausserdem bringe Nüesch als Rhema-Verwaltungsrat wichtige Erfahrung und viel Wissen mit. Auch der Verbleib des Altstätter Stadtrats Jürg Plüss sei sinnvoll: Es sei vorgesehen, dass er ein Jahr lang die Verbindung zur Stadt gewährleiste.

Einige sind neu dabei

Clément argumentiert auch mit dem vergleichsweise «besten Angebot» der künftig engagierten 15 Unternehmer und Persönlichkeiten, die in der Region alle verankert seien. Einige von ihnen hätten schon bisher eine Beziehung zur Rhema gehabt, andere seien neu dabei. Die im neuen Verwaltungsrat nicht mehr mitwirkenden bisherigen Verwaltungsräte bleiben der Rhema als Geldgeber grösstenteils treu, indem sie Aktien zeichnen. Den Vertrauensverlust, den die Rhema jüngst erlitten hat, wolle man natürlich mit einer guten, sauberen Führung wieder wettmachen, sagt Clément. Er gibt der neuen Rhema eine gute Chance, da sie bereits «auf sehr guten Füssen» stehe. Das Aktienkapital sei schon auf einem Treuhandkonto deponiert.

Das dritte bereits bekannte Verwaltungsratsmitglied ist Christine Hutter, Mitinhaberin der Bernecker Firma Chompetence (Marketing und Event). Die 42-Jährige hat aus eigenem Antrieb Interesse zur Mitwirkung angemeldet – und entspricht exakt dem Typus, der für den Erfolg der neuen Rhema stehen soll: dynamisch, jung, ideenreich. Gert Bruderer