Verletzung beeinflusst Derby

Erstmals wieder mit Cyrill Schreiber bot Widnau gegen das Meisterteam des SVD Diepoldsau ein spannendes, ausgeglichenes Spiel, das nach dem verletzungsbedingten Ausfall Schreibers jedoch einen einseitigen Verlauf nahm.

Conrad Aschwanden
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Starker Widnauer Beginn mit (v. l.) Cyrill Schreiber, Teamcaptain Mark Hüttig und Remo Pinchera. (Bild: cas)

Starker Widnauer Beginn mit (v. l.) Cyrill Schreiber, Teamcaptain Mark Hüttig und Remo Pinchera. (Bild: cas)

FAUSTBALL. Einmal mehr verzeichnet der Hallenfaustball mit seinem gefährlichen Blocken einen Verletzten, wie das vor allem auf hohem Niveau immer wieder passiert. Gleich zu Beginn bekam Schreiber beim Blocken einen Ball ins Gesicht und im Laufe des vierten Satzes zog er sich eine starke Handprellung zu. Faustball Widnau führte zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 in den Sätzen und lag im vierten Abschnitt mit 6:2 in Front. Schreiber wollte die Situation noch retten und spielte den Satz zu Ende.

Doch es war der Moment, als Diepoldsau defensiv beinahe unbezwingbar sicher agierte und dem neuen Widnauer unter starkem Gegendruck einige Eigenfehler unterliefen.

Überzeugender SVD

Ab dem fünften Satz spielte Faustball Widnau dann ohne ihn, liess gleichzeitig auch das Selbstvertrauen vermissen und die Folge war ein klar von Diepoldsau dominiertes Spiel. Während der SVD ein weiteres Mal im starken Kollektiv überzeugte, hing auf Widnauer Seite praktisch alles vom Mitwirken Schreibers ab. Nur schon die Tatsache, dass er in der gegnerischen Mannschaft mitspielt, veranlasste Diepoldsau, von Beginn weg mit vollem Risiko zu agieren. So vergab der SVD sowohl im ersten als auch im dritten Abschnitt jeweils beim Stand von 10:9 einen Satzball und musste sich nach drei Minusbällen geschlagen geben.

Dazwischen verzeichneten die Widnauer einen Durchhänger mit vielen Eigenfehlern. Doch die Partie blieb ausgeglichen spannend, bis zur Verletzung Schreibers.

Wo war der Ersatz-Schläger?

Diese Frage musste sich der Widnauer Trainer Kurt Sieber nach der Verletzung und dem Ausscheiden seines Topschlägers gefallen lassen. Denn der für das NLA-Team als reaktiviert gemeldete Daniel Kehl war wohl unter den Zuschauern anzutreffen, jedoch nicht im Spielerdress. Allzu sehr verliess man sich bei Widnau auf das kurzfristige Mitwirken des Schlagmanns aus Walzenhausen.

Pause mit LS und EC

Für die Nationalliga-Teams folgen nun fünf Wochen Pause, bis die Hallenmeisterschaft fortgesetzt und in rascher Folge entschieden wird. In der Zwischenzeit steht aber der SVD gross im Rampenlicht. Drei Spieler (Fabian Marthy, Malik Müller und Raphael Schlattinger) erhielten am Donnerstag das Aufgebot für das Länderspiel vom 5. Januar in Sargans gegen Brasilien. Am gleichen Wochenende bestreitet das Meisterteam zudem die Manor-Indoors am gleichen Ort, die als bestbesetztes Hallenturnier gelten. Und eine Woche später folgt der Europacup der Landesmeister in Frauenfeld.

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