Verkehrsthemen beschäftigen Rheininsel

Die Verkehrskommission Diepoldsau hat aktuelle Verkehrsthemen besprochen. Dass Probleme im Zusammenhang mit dem Verkehr und der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht alleine von der Gemeinde gelöst werden können, ist allen Mitgliedern bewusst.

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DIEPOLDSAU. Verschiedene Pendenzen aus dem letzten halben Jahr sind als erledigt abgehakt. Geplante Tempo-30-Zonen sind nun eingerichtet und werden von den Anstössern grossteils positiv bewertet. Die Sanierung der Kreuzung bei der Bäckerei Fuchs / Restaurant Heimat wird nach dem Einbau des Deckbelages Ende Mai abgeschlossen und ist ein Musterbeispiel einer gelungenen Verkehrsberuhigung.

An verschiedenen Nebenstrassen im Gemeindegebiet und auch auf der Hauptstrasse durchs Dorf wurden Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen gemacht und ausgewertet. In den kommenden Monaten soll auf Vorschlag des Vereins Lebenswertes Diepoldsau-Schmitter auch beim Zoll Schmitter eine automatische Verkehrszählung installiert werden, damit verlässliche Zahlen zum Durchgangs- und selbstgemachten Verkehr verfügbar sind. Der Gemeinderat klärt die einmaligen und wiederkehrenden Kosten beim kantonalen Tiefbauamt. Zusätzlich wird noch einmal ein Vorstoss bei den Navigationsdatenbanken gemacht, damit der Verkehr dort durch geführt wird, wo er effektiv durch geführt werden darf, ohne dass Schleichwege gesucht werden. Dies betrifft vor allem den schweren LKW-Verkehr zu den verschiedenen Industrie- und Gewerbestandorten.

Vorschläge aus der Bevölkerung

Aus der Bevölkerung sind verschiedene Vorschläge zu Verkehrsberuhigungsmassnahmen und zur Vermeidung von Gefahrenstellen eingegangen. Diese Voten wurden detailliert besprochen und zum Teil bereits vor Ort angeschaut. So wurde die Parkplatz- und Verkehrssituation beim Schmitter Zoll mit dem BfU-Beauftragten genau geprüft. Hier kommt es besonders in den Sommermonaten immer wieder zu sehr gefährlichen Situationen. Das BfU soll zuhanden des Gemeinderates einen entsprechenden Verbesserungsvorschlag ausarbeiten.

Auch die Kreuzung Steigstrasse / Schmitterstrasse wird als kritisch angesehen, weil hier die Rechtsvortritt-Regel immer wieder missachtet wird. Hier wird mit der Polizei ein Augenschein genommen und es werden mögliche Verbesserungsmassnahmen besprochen.

Zur Sternenbrücke und zur Tempo-30-Zone im Gebiet Held liegt der Ball nach einer erneuten Einsprache beim Kanton. Für die Tempo-30-Zone Hennimoos / Unterdorf sind die Aufträge vergeben. Für den Teil Kleewies und Werdstrasse / Gmeind laufen die Auflagen zur Realisierung. Die beiden kantonalen Radverbindungen Nord und Süd durch Diepoldsau sind konzeptionell fertig. 2017 soll mit der Realisation begonnen werden. Ein Knackpunkt wird beim Radweg Nord der Knotenpunkt bzw. das kurze Teilstück Einmündung Centralstrasse – Hintere Kirchstrasse – Widenstrasse (inkl. Knoten beim Restaurant National) werden.

Sanierung der Brücken

Die Sanierungsarbeiten auf der Brücke Au-Lustenau beginnen am 11. Juli. Während der Bau- und Badezeit wird in Absprache mit dem Zoll der Veloverkehr über den Sportplatz umgeleitet und beim Zollamt ein spezieller Verkehrsdienst eingesetzt.

Wie die ganze Zollabfertigung und der Mehrverkehr durch das Dorf bewältigt werden kann, welche besonderen Massnahmen vor allem auch von der Vorarlberger Seite vorgesehen und geplant sind, darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Nach der Fertigstellung der Brücke Au-Lustenau, d. h. voraussichtlich im Spätherbst 2016, wird mit der Instandstellung der Schrägseilbrücke gestartet. Während der Sanierung wird die Brücke im Gegensatz zur Brücke Au-Lustenau jedoch ständig beidseitig befahrbar bleiben.

Es wird eine Verbesserung für den Langsamverkehr beim Autobahnkreisel angestrebt, d. h. die Überfahrt über die Autobahnausfahrt wird etwas nach Süden verschoben, so dass die Übersicht besser wird. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des nächsten Jahres.

Obere Brücke – Langsamverkehr: Die Anhängung eines speziellen Steges an die bestehende Brücke ist aus statischen Gründen nicht möglich. In diesem Zusammenhang wird mit der Netzstrategie eine Verbesserung gesucht.

Netzstrategie Rheintal

Bei den grenzüberschreitenden, wichtigen Projekten Netzstrategie Rheintal und Rheintal Mitte kann die Gemeinde nicht allein entscheiden; sie ist auf die positive Gesinnung der Nachbargemeinden angewiesen. Das gemeinsame Vorgehen fordert darum sehr viele und sensible Abklärungen. Das Projekt Rheintal Mitte liegt seit längerem in Wien in der Warteschlange.

Die Verkehrskommission bedankt sich bei der Diepoldsauer Bevölkerung für die positive Einstellung bei den verschiedenen baulichen Massnahmen und wünscht allen heute schon einen unfallfreien und erholsamen Sommer. (pd)

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