Verkehrsinseln in Diepoldsau werden ökologisch aufgewertet

Mit der Aktion setzt Diepoldsau ein Zeichen für mehr Biodiversität und Artenvielfalt.

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Romano Reis und Dennis Hutter vom Unterhaltsdienst der Gemeinde Diepoldsau schlagen ein Hinweisschild ein.

Romano Reis und Dennis Hutter vom Unterhaltsdienst der Gemeinde Diepoldsau schlagen ein Hinweisschild ein.

Bild: pd

(gk) Die Gemeinde Diepoldsau hat 15 Umfahrungsinseln in biodiverse Lebensräume verwandelt. Die Gemeinde setzt damit ein deutliches Zeichen für mehr Biodiversität und Artenvielfalt.

«Hier entsteht ein Lebensraum für die Tiere und Pflanzen unserer Heimat», steht auf der Tafel inmitten der Umfahrungsinsel an der Kugelgasse geschrieben. Jede aufgewertete Verkehrsinsel ist nun eine Insel der biologischen Vielfalt. Der Unterhaltsdienst der Gemeinde stellt diese Woche an jeder Insel ein solches Schild auf und will damit auf die neugewonnenen Lebensräume aufmerksam machen.

Bäume und Wildblumenwiese

Im Auftrag der Gemeinde hat der ortsansässige Gartenbauer Flück Gartenbau AG die Umfahrungsinseln Schritt für Schritt aufgewertet. Das Unternehmen hat Bäume gepflanzt, Trockenrasen und Wildblumen gesät. In den ehemals leeren Steinwüsten sollen nun Blumen wie Wiesensalbei, Klatschmohn oder Steinnelke blühen. Am Hang der Schmitter-Rampe wurde zudem eine Wildblumenwiese gesät. Die Gemeinde Diepoldsau wendet für die biodiverse Aufwertung insgesamt rund 30'000 Franken auf.

Einsatz gegen Steinwüsten

«Wir wollen mit der Aufwertung ein Zeichen setzen für mehr Biodiversität. Es ist auch ein Bedürfnis der Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer, der Natur wieder mehr Platz zu geben», sagt der zuständige Gemeinderat und Präsident der Verkehrskommission, Bruno Frei, zum Einsatz der Gemeinde für mehr Artenvielfalt. Die Initiative dazu kam ursprünglich von der Naturschutzgruppe Alta Rhy. Für den Vereinspräsidenten Jürg Sonderegger ist es ein Schritt in die richtige Richtung. «Wir sind zufrieden. Der Einsatz der Gemeinde wird hoffentlich auch Private dazu motivieren, mehr Vielfalt in ihren Gärten zuzulassen.»

Noch sehen die Verkehrsinseln karg aus. Das Resultat der Bemühungen wird dann im Frühling sichtbar, wenn die Blumen in den Verkehrsinseln zum ersten Mal blühen.