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VERKEHRSHINDERNIS: Ärger im Rheintal: "Sauerei - Velofahrer sollen endlich von der Strasse verschwinden!"

Mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Zahl der Velofahrer draussen. Zwischen Altstätten und Eichberg fahren sie nicht selten auf der Strasse anstatt auf dem Veloweg. Dies löst bei Autofahrern schon mal Aggressionen aus.
Vanessa Kobelt/Fm1today
Zwischen Eichberg und Altstätten fahren Radrennfahrer oft auf der Strasse, anstatt auf dem Radweg. (Bild: Seb Oliver/Getty Images)

Zwischen Eichberg und Altstätten fahren Radrennfahrer oft auf der Strasse, anstatt auf dem Radweg. (Bild: Seb Oliver/Getty Images)

Dieser Artikel erschien zuerst am 10. April 2018 auf FM1-Today.

Eigentlich wäre der Frühling der ideale Zeitpunkt, tief durchzuatmen und das schöne Wetter zu geniessen. Doch einige Autofahrer haben nicht der Sonne wegen rote Köpfe. Viel mehr sind es die Velorennfahrer, welche bei den hohen Temperaturen wieder fleissig in die Pedalen treten. Zwischen Altstätten und Eichberg fahren sie nicht selten auf der Strasse anstatt auf dem Veloweg.

Mit Scheibenwasser anspritzen

«Es ist einfach eine Sauerei», regt sich ein Anwohner auf. «Nicht nur, dass diese Rennfahrer in Gruppen die ganze Strasse versperren. Auch einzeln fahren sie nicht auf dem Veloweg. Wofür wurde dieser denn gemacht? Sie sollen endlich von der Strasse verschwinden! Die müssen sich nicht wundern, wenn sie Scheibenwischwasser abbekommen, wenn sie auf der Strasse fahren. Ich zögere nicht, so einen anzuspritzen.»

Schon vor ein paar Jahren hat der Kanton den Geh- und Veloweg Altstätten-Hinterforst bis zur Post Eichberg verlängert. Gekostet hat dies rund 3 Millionen Franken, wovon die Gemeinden Altstätten und Eichberg je einen Teil übernommen haben. «Dieses Geld wurde meiner Meinung nach zum Fenster rausgeworfen, solange nicht alle Velofahrer auf dem Veloweg fahren», findet der Anwohner.

Velofahrer müssen den Veloweg benützen

In Artikel 46, Absatz 1, des Strassenverkehrsgesetzes heisst es: «Radfahrer müssen die Radwege und- streifen benützen.» Auch Rennvelofahrer sind nicht von diesem Gesetz ausgenommen, beziehungsweise ist es ihnen verboten, auf der normalen Strasse zu fahren, sofern ein Radweg vorhanden ist. Dass sich die Velorennfahrer zwischen Eichberg und Altstätten öfters nicht daran halten, ist auch dem Präsidenten des Veloclubs Altstätten, Marcel Dürr, aufgefallen. Er selbst wohnt in Eichberg und hat kein Verständnis für Velorennfahrer, die auf der Strasse fahren. «Der Veloweg ist sehr gut ausgeschildert und die meisten Velofahrer verhalten sich vorbildlich. Aber auch ich habe schon öfters Hobby-Rennfahrer gesehen, die den Veloweg nicht nutzen und auf der Strasse fahren. Das ist nicht okay.»

Veloweg wäre genug breit

Ebenso kennt man das Problem bei der Gemeinde Eichberg selber. «Es sind zwar keine Beschwerden eingegangen», sagt Ratsschreiber Gregor Kaiser. «Selber ist mir aber auch schon aufgefallen, dass einzelne Velorennfahrer den Veloweg ignorieren. Vermutlich weil sie schneller unterwegs sind.» Verstehen kann das Kaiser aber nicht. «Der Radweg zwischen Eichberg und Altstätten ist schön breit und wurde ja extra für Velofahrer gebaut.» Laut ihm hat sich die Investition gelohnt. «Viele Schüler nutzen den Veloweg, Eichberg und Hinterforst haben bisher sehr von dem Veloweg profitiert».

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