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Verjüngungskur für Gotteshäuser

An den Thaler Kirchen nagt der Zahn der Zeit. Deshalb sollen die paritätische Kirche Thal und die Christkönigskirche Buechen saniert werden. Am Dienstagabend haben die Kirchgemeinden die Projekte erstmals vorgestellt.
Linda Müntener

Sie steht mitten im Thaler Dorfzentrum und prägt das Ortsbild wie kaum ein anderes Bauwerk: die paritätische Kirche. «Sie ist historisch äusserst wertvoll», sagt Titus Ladner vom Rheinecker Architektenbüro RLC. Deshalb stehe bei einer Kirchensanierung vor allem eines im Vordergrund: die Erhaltung und Reinigung der künstlerischen und historischen Ausstattung.

An der paritätischen Kirche nagt der Zahn der Zeit. Die Fassade weist Schäden auf, die Raumhülle ist verschmutzt, die Zifferblätter am Kirchturm sind verwittert. Deshalb soll das Gotteshaus saniert werden. Über das Projekt haben Vertreter der Katholischen Kirchgemeinde Thal, der Evangelischen Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg sowie Fachleute der beauftragten RLC-Architekten am Dienstagabend informiert.

Aufwendige Sanierung mit neuer Akustikanlage

Die geplante Aussen- und Innensanierung ist umfassend: Die Fenster werden mit einer Isolierverglasung ausgestattet, der Fassadenputz wird saniert. Im Innern stehen Stuck- und Holzbeizarbeiten an, die Schrankzone unter der Empore wird bereinigt, der Sandsteinboden saniert. Zudem sind eine Totalrevision der Orgel und der Einbau einer Liederanzeige geplant. Auch die Beleuchtung und die Akustikanlage werden ersetzt. Um mehr Platz zu gewinnen, sollen zwei Kirchenbankreihen unter der Empore sowie eine Reihe vor dem Chor entfernt werden. Dies begrüssen einige Anwesende. «Die Kirche ist ohnehin selten voll besetzt», sagt einer. Andere sprechen sich dagegen aus: «Wir haben für Gottesdienste einen grossen Platzbedarf.» Felix Bischofberger, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde, entgegnet, dass der Platzgewinn unter der Empore für die Schriftenständer von grossem Vorteil sei.

Die Sanierung soll als Gesamtprojekt realisiert werden, eine Etappierung würde Mehrkosten verursachen, sagt Bischofberger. Die Kosten belaufen sich auf 1 874 700 Franken. Die Evangelische Kirchgemeinde und die Katholische Kirchgemeinde übernehmen je die Hälfte. Während der Anteil der evangelischen Kirche über den Finanzausgleich ihrer Kantonalkirche finanziert wird, muss für den Anteil der Katholiken voraussichtlich eine Bausteuer von maximal einem Prozent erhoben werden.

«Das Projekt ist finanzierbar», sagt Bischofberger. Der katholische Konfessionsteil des Kantons habe jährliche Abschreibungsbeiträge über 15 Jahre in Aussicht gestellt. Zudem seien Gesuche für Subventionsbeiträge der kantonalen Denkmalpflege in Arbeit. Als nächster Schritt wird den Kirchbürgern das Gutachten zum Projekt zugestellt. Entscheiden werden beide Konfessionen an ihren ausserordentlichen Bürgerversammlungen am 31. Januar 2017.

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