Ringen
Verfolgerduell in Kriessern: Rheintaler wollen aufstrebende Kontrahenten in die Schranken weisen

Die Ringerstaffel Kriessern trifft am Samstagabend auf die ambitionierte RR Einsiedeln.

Patrick Dietsche
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Eines der am Samstag bevorstehenden Duelle, die seit Jahren Spannung garantieren: Kriesserns Tobias Betschart (rot) gegen Einsiedelns Andreas Burkard (gelb).

Eines der am Samstag bevorstehenden Duelle, die seit Jahren Spannung garantieren: Kriesserns Tobias Betschart (rot) gegen Einsiedelns Andreas Burkard (gelb).

Die Klosterstädter haben sich unter Trainer Urs Bürgler zu einem ernsthaften Kandidaten für einen Halbfinalplatz gemausert. Sie bringen so in die langjährige Hierarchie im Schweizer Ringsport frischen Wind – was dazu führt, dass im Kampf um die Ränge drei und vier hinter den beiden Top-Teams Willisau und Freiamt Pfeffer drin ist.

Ein Grund dafür sind die guten Beziehungen, die der Trainer zu in- und ausländischen Vereinen pflegt. Es gelingt ihm immer wieder, sein Team massgeblich zu verstärken und das Kader aufzuwerten. Mit zwei Siegen aus drei Kämpfen hat die Mannschaft Ambitionen angemeldet. Schattdorf und Hergiswil hatten gegen die Bürgler- Truppe nicht viel zu bestellen. Nur gegen den unangefochtenen Leader Freiamt konnte man die Erwartungen nicht erfüllen und verlor deutlich.

Die Basis des Teams bildet die Familie Neyer. Nicht weniger als vier Neyers standen in den letzten zwei Kämpfen im Einsatz. Daneben kommen mit Oleksander Golin und Adrian Mazan zwei Ringerschweizer zum Einsatz, die ihren Zenit überschritten haben, aber nach wie vor schwer zu schlagen sind. Mehr Verstärkungen kommen von Oberriet-Grabs, das die Kaderleute Andreas Vetsch und Maurus Zogg an die Klosterstädter ausgeliehen hat. Diese dürften am Samstag aber wohl in ihrem Stammklub in der Challenge League kämpfen.

Kriessern hat noch eine Rechnung offen

Die RSK hat mit den Einsiedlern noch eine Rechnung offen. In der verkürzten letzten Saison kassierten die Rheintaler gegen den samstäglichen Gegner eine empfindliche Niederlage. Das ist noch nicht vergessen und die Kriessner sind gewillt, diese Delle zu korrigieren und nach der Niederlage am letzten Samstag auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Das Trainerduo Hutter und Dietsche nimmt für den Heimkampf Korrekturen in der Aufstellung vor und tritt kaum mit dem selben Aufgebot wie gegen Freiamt an. Fabio Dietsche und Dorien Hutter sind weiter verletzt und dürften noch länger ausfallen.

Ob Christoph Wittenwiler, Marc Dietsche, David Hungerbühler oder Noel Hutter zurück ins Team finden, wird man am Samstag sehen. Die Kriessner sind auf jeden Fall bereit, den aufstrebenden Kontrahenten in die Schranken zu weisen und zu zeigen, dass die letztjährige Pleite ein Ausrutscher war. Mit einem Sieg am Samstag würde Kriessern in der Tabelle wieder an Einsiedeln vorbeiziehen. Für den Kampf, der um 20 Uhr beginnt, gilt die 3G-Zertifikatspflicht. Innerhalb des Rayons gelten dann keine Einschränkungen mehr.

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