Verflixtes Tiebreak

Im vierten Entscheidungssatz der Saison kassierten Rhenos 2.-Liga-Volleyballer beim VC Smash Winterthur II die vierte Niederlage in einem Tiebreak.

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Volleyball. Nachdem alle Spieler – trotz Baustellen und winterlichen Strassenverhältnissen – rechtzeitig in der Halle in Winterthur waren, legte Rheno gleich los und konnte ein paar Punkte zwischen sich und den Gegner legen. Es unterliefen den Gästen kaum Fehler und die Gegenwehr der Einheimischen war bescheiden. Vor allem Mittelangreifer Tom Fiechter war sehr aufmerksam am Netz und versenkte Ball um Ball. Rheno gewann den ersten Satz deutlich mit 25:15.

Doch der Schein trog: Im zweiten Satz waren die Stärkeverhältnisse umgekehrt. Rheno hatte Probleme und scheiterte Mal um Mal am Block der Gastgeber. Diese liessen aber nach und Rheno versuchte den schon verloren geglaubten Satz noch zu drehen. Dies gelang nicht. Doch mit einigen gelungenen Aktionen konnte man wenigstens etwas Moral für den weiteren Spielverlauf tanken.

Packendes Duell

Spielertrainer Pascal Ehrenbold hatte bis auf den verletzen Patrik Simon alle Spieler zur Verfügung. Im dritten Durchgang kamen neue Kräfte auf das Feld. Winterthur witterte Morgenluft und wollte diese Saison zum zweiten Mal punkten. Die erfahrenen Rheno-Spieler dominierten den dritten Satz aber bis zum 24:19. Doch die Gastgeber drehten auf, zwangen die Rheintaler zu Fehlern und konnten ausgleichen. Das Spiel wogte hin und her, wobei Rheno jeweils vorlegte und Winterthur darauf den Einstand sichern konnte. Mit 28:26 ging der Satz schliesslich an Rheno.

Im vierten Satz wollten die Heerbrugger alles klar machen. Sie spielten fehlerlos, doch ihre Services waren harmlos. Allen voran Winterthurs Libero nahm hervorragend ab und die Mittelangreifer konnten druckvoll am Rheno-Block vorbei angreifen. Während Rheno stagnierte, steigerten sich die Einheimischen, puschten sich in Hochstimmung und stellten den 2:2-Satzausgleich her.

Aufstellungsfehler im Tiebreak

Rheno war absolut gewillt, das folgende Tiebreak zu gewinnen. Man lag auch mit 7:5 vorne, als unerklärlicherweise ein Aufstellungsfehler unterlief, und der falsche Spieler anspielte. Als die Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht wurden, gaben sie den Punkt regelkonform Winterthur. So stand es beim Seitenwechsel 6:7 statt 5:8. Das Durcheinander kostete Konzentration. Rheno war nicht in der Lage, dies wegzustecken und wieder vorzulegen. Winterthur ging in Führung und konnte diese im spannenden Schlussteil bis zum 15:13 halten.

Einige nennen es Schicksal, andere wollen härter trainieren. Die vierte Fünfsatz-Niederlage gibt zu denken: Was wäre, wenn… Rheno liegt nun mit vier Punkten immer noch auf Rang 8 von 10, vor allem dank eines relativ guten Satzverhältnisses. Jetzt geht es in die verdiente Winterpause. Ab dem 16. Januar will man wieder Punkte sammeln – auch mal in einem Tiebreak. (sem)

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