Veloweg wird verlegt

DIEPOLDSAU. Rund 700 Meter des Rhein-Radwegs zwischen Widnau und Diepoldsau werden vom Mittelwuhr ans Aussenwuhr umgelegt. Die Arbeiten beginnen am Montag.

Valentina Thurnherr
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Die Verantwortlichen: v. l. Kurt Köppel, Felix Sonderegger, Jürg Buschor, Jürg Dietsche und Roland Wälter. (Bild: Valentina Thurnherr)

Die Verantwortlichen: v. l. Kurt Köppel, Felix Sonderegger, Jürg Buschor, Jürg Dietsche und Roland Wälter. (Bild: Valentina Thurnherr)

Die Bedeutung des Radverkehrs hat in den letzten Jahren markant zugenommen. Daher das immer grössere Interesse der Bevölkerung, dass der Rhein-Radweg zwischen Widnau und Diepoldsau vom Hochwasser verschont bleibt.

Verantwortlich für das Projekt sind der Diepoldsauer Gemeindepräsident Roland Wälter, Jürg Buschor, Projektleiter Hoch- und Tiefbau in Diepoldsau, Kurt Köppel, Leiter des Rheinunternehmens, Felix Sonderegger als Planer von der Wälli AG Ingenieure in Heerbrugg und Jürg Dietsche von der Bauunternehmung Dietsche AG aus Kriessern. Zusammen mit dem Pächter wurde eine Lösung ausgehandelt, wie man bei der Umlegung vorgehen will. Die Arbeiten übernimmt die Dietsche AG, die auch die Interventionspisten in Diepoldsau, Kriessern und Montlingen gebaut hat. Die Mitarbeiter des Unternehmens wissen somit genau, wie sie bei Arbeiten nahe des Rheins vorgehen müssen.

So sind zum Beispiel die Fahrzeuge mit Öl zu betreiben, das biologisch abbaubar ist und so die Umwelt, besonders das Grundwasser, nicht belastet.

Hochwasser-Notfallplan

Eine Auflage für die Umsetzung war, dass die Arbeiten während der Wintermonate durchgeführt werden müssen, da die Wahrscheinlichkeit für Hochwasser dann am geringsten ist. Mitarbeiter des Rheinunternehmens, der Wälli AG Ingenieure und der Dietsche AG haben für den Zeitraum der Arbeiten dennoch ein Hochwasserschutz-Notfallkonzept ausgearbeitet, um Unfälle durch ein mögliches Übertreten des Rheins zu vermeiden. «Wir wollen die Umlegung des Velowegs so schnell wie möglich umsetzen», sagte Roland Wälter. Ziel ist es, dass der Asphaltbelag bis Ende 2015 fertig ist, was jedoch stark von der Witterung abhängig ist.

Internationaler Veloweg

Der Rhein-Radweg erfreut sich nicht nur grosser Beliebtheit im Rheintal, sondern europaweit, da er ein internationaler Veloweg ist. Besonders im Sommer wird er oft von Velotouristen befahren. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb zwei Drittel der Kosten von der Fachstelle Langsamverkehr des Kantons St. Gallen übernommen werden.

Während der Bauarbeiten soll der Veloweg immer befahrbar sein. Durch Bagger und andere Fahrzeuge kann der Durchgang aber teilweise erschwert passierbar sein.