Velovignette ist passé – was nun?

Velos müssen ab nächstem Jahr nicht mehr mit einer Vignette ausgestattet sein. Für von Velofahrern verursachte Schäden springt die Privathaftpflicht-Versicherung ein.

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Velos müssen ab nächstem Jahr nicht mehr mit einer Vignette ausgestattet sein. (Bild: pd)

Velos müssen ab nächstem Jahr nicht mehr mit einer Vignette ausgestattet sein. (Bild: pd)

HEERBRUGG. Die Vignette deckte als obligatorische Haftpflichtversicherung für Velos Schäden, die Fahrradlenker an Dritten verursachen. Parlament und Bundesrat haben beschlossen, die Vignettenpflicht für Velos abzuschaffen. 2012 treten die neuen Regeln in Kraft. Für Schäden, die Velofahrerinnen und Velofahrer verursachen, kommt künftig die Privathaftpflichtversicherung auf – sofern der Lenker eine solche abgeschlossen hat. Die meisten Versicherer schliessen diese neue Velo-Deckung ohne Zusatzaufwand für die Kunden ein – so auch die Mobiliar. Wer noch keine Privathaftpflichtversicherung hat, sollte einen Abschluss unbedingt prüfen: Sie hilft, wenn man jemandem Schaden zufügt, zum Beispiel bei einer Delle am ausgeliehenen Auto, bei einem Sprung im Lavabo der Mietwohnung oder wenn man aus Versehen jemanden verletzt. Wer eine Privathaftpflichtversicherung bei der Mobiliar hat, geniesst künftig ohne Prämienzuschlag Versicherungsschutz für die Velohaftpflicht; unabhängig davon, wie viele Fahrräder zum Haushalt gehören. Wer noch eine Vignette 2011 am Velo hat, bleibt bis am 31. Mai 2012 darüber versichert, danach übernimmt die Privathaftpflicht– weder ein Anruf noch ein separater Einschluss sind nötig. Die Vignettenpflicht wird auch für E-Bikes mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h abgeschafft. Aber Vorsicht: Für schnellere E-Bikes mit einer gelben Nummer wird die obligatorische Haftpflicht beibehalten. (pd)

Gerne beantwortet die Mobiliar weitere Fragen unter Telefon 071 886 96 96 oder via E-Mail auf rheintal@mobi.ch.