Au: Velobrücke über den Rhein geplant

Au und Lustenau stellten am Montag eine Machbarkeitsstudie mit Varianten für eine neue Velobrücke vor.

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Die Velofahrer auf dem Bild fahren in Richtung Velo- und Fussgängerbrücke Oberfahr, die über die Autobahn führt. Im Hintergrund zu sehen ist die Zollbrücke Au/Lustenau.Bild: Archiv/Kurt Latzer
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Die Velofahrer auf dem Bild fahren in Richtung Velo- und Fussgängerbrücke Oberfahr, die über die Autobahn führt. Im Hintergrund zu sehen ist die Zollbrücke Au/Lustenau.Bild: Archiv/Kurt Latzer

Die Velofahrer auf dem Bild fahren in Richtung Velo- und Fussgängerbrücke Oberfahr, die über die Autobahn führt. Im Hintergrund zu sehen ist die Zollbrücke Au/Lustenau.Bild: Archiv/Kurt Latzer

Heute fahren täglich 1600 Velofahrerinnen und Velofahrer über die Grenzübergänge Au und Widnau, wie eine Verkehrszählung 2017 ergeben hat. Langfristiges Ziel ist es, diesen ohnehin schon hohen Radanteil von 17 Prozent deutlich zu erhöhen.

Veloverkehrsanteil auf 30% steigern

Bei mehr Aufenthaltsqualität am Rhein durch Rhesi und bei weiteren Verbesserungen der Radinfrastruktur, etwa entlang der Schweizer Bahn, von Lustenau nach Dornbirn oder Dornbirn nach Diepoldsau, könnte sich der Radverkehrsanteil bis 2030 auf 30 Prozent steigern. Das grösste Potenzial hat eine Velobrücke beim ehemaligen Zollamt Oberfahr. Das ergab eine vom Feldkircher Verkehrsbüro Besch & Partner ausgearbeitete Machbarkeitsstudie, die am Montag präsentiert wurde. Darin untersucht und geprüft wurden mehrere mögliche Brückenstandorte und deren Potenzial für den Radverkehr.

Dabei spricht sich die Studie für eine 300 Meter lange Radbrücke beim ehemaligen Zollamt Oberfahr an der Reichsstrasse/Kirchstrasse aus. Dieser Standort weist die höchste Verkehrswirksamkeit und das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aller untersuchten Varianten auf.

An derselben Stelle verband schon einmal eine Brücke Österreich und die Schweiz: Die Oberfahrbrücke war von 1878 bis zum Bau der neuen Rheinbrücke 1957 eine wichtige und direkte Verbindung vom Lustenauer Zentrum in die Schweiz. Das alte Zollhaus steht noch heute.

In einem nächsten Schritt wird nun ein Schweizer Büro beauftragt, ein Vorprojekt auszuarbeiten. 2021 soll das konkrete Projekt beim Agglomerationsprogramm eingereicht werden. Bei positiver Beurteilung und Mitfinanzierung durch den Schweizer Bund und das Land Vorarlberg könnte mit dem Bau der Velobrücke 2024 begonnen werden. (pd)