Urban leben, naturnah wohnen

Mit der Überbauung im Gebiet Moos in Lüchingen wollen sie auch für die Entwicklung der Stadt einen Beitrag leisten: Jürg und Simone Mächler-Fehr haben ein Projekt der besonderen Art entwickelt, bei dem vor allem die Wohnqualität zählt.

Kurt Latzer
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Altstätten/Lüchingen. Eigentümerin des 13 500 m2 grossen Grundstückes zwischen neu ausgebauter Schachenstrasse und Im Moos, ist die Baeren Informatik AG. Deren Inhaber haben sich aufgemacht, gemeinsam mit dem Architekten Carlos Martinez und dem Generalunternehmer Rolf Gantenbein ein einzigartiges Konzept zu entwickeln.

Wohnqualität im Vordergrund

«Für uns sind mehrere Punkte sehr wichtig, so etwa das Thema Natur. Deshalb steht für uns naturnahes Wohnen und die damit verbundene Wohnqualität vor der Gewinnmaximierung», sagt Jürg Mächler.

Und weil Altstätten gerade mit Natur viel zu bieten habe, soll auch bei der Realisierung der Wohnbauten ein Bezug zum Riet geschaffen werden. Zwischen und um die sieben geplanten Gebäude mit insgesamt über 100 Wohnungen sei deshalb eine niederflurige Magerwiese vorgesehen. Auch was die Farbgebung der Häuser anbelange, habe man sich von Farben, die im angrenzenden Naturschutzgebiet vorkommen, inspirieren lassen.

«Stadt hat Nachholbedarf»

Parallel zur Entwicklung des Projektes mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Franken seien Abklärungen zum Bedarf an Mietwohnungen getroffen worden. «In den vergangenen 15 Jahren sind in Altstätten praktisch keine klassischen Mietwohnungen mehr entstanden. Die Stadt Altstätten hat klar Nachholbedarf, was neue Mietwohnungen anbelangt», sagt Simone Mächler-Fehr, die das Projekt mit ihrer Agentur für Marketing begleitet, die Vermarktung betreffend. «Deshalb haben nicht nur wir uns sehr darüber gefreut, sondern auch Stadtpräsident Daniel Bühler, dass es bei Überbauungsplan und Teilzonenplanänderung keine Einsprachen gegeben hat», ergänzt Jürg Mächler.

Kommunikation sehr wichtig

«Wir haben von Anfang an mit allen Nachbarn das Gespräch gesucht und wenn immer machbar deren Anregungen ins Projekt einfliessen lassen. So ist der Abstand zu den Einfamilienhäusern weitaus grösser», sagt Jürg Mächler. Anstatt der vorgeschriebenen vier, lägen die Abstände zwischen 17 und über 20 Metern.

Mehr kleinere Wohnungen

Danach befragt, wie viele Wohnungen es in den sieben Häusern genau gebe, sagt der Altstätter Geschäftsmann: «Laut Konzept sind 112 Wohnungen vorgesehen. Dies aber kann sich ändern, je nach Wunsch des Investors. Die Bauten sind konzipiert wie ein Baukastensystem, mit welchem man je nach Wusch Wohnungen unterschiedlicher Grösse zusammensetzen kann.» Im Rahmen der Abklärungen habe sich gezeigt, dass einerseits 5 1/2-Zimmer-Wohnungen aufgrund ihres Preises nur noch schwer zu vermieten und die Nachfrage in Altstätten nach 31/2-Zimmer-Wohnungen relativ gross sei. Laut Konzept sind in erster Linie 21/2-, 31/2- und 41/2-Zimmer Wohnungen vorgesehen.

Nicht irgendein Investor

Auf die Frage, wie es nun mit «Seven» weitergehen solle, sagt Jürg Mächler: «Nachdem es in Altstätten keine Einsprachen gab und gegen die Teilzonenplanänderung das Referendum nicht ergriffen wurde, liegen die Pläne nun zur Genehmigung beim Kanton.» Er gehe nicht davon aus, dass es dort grössere Probleme geben könnte, da das Projekt durch die kantonalen Stellen bereits einer Vorprüfung unterzogen worden sei. In den nächsten Monaten werden nun Gespräche mit möglichen Investoren geführt. Und, das steht bei Simone und Jürg Mächler-Fehr bereits seit langem fest: «Es soll nicht irgendein Investor sein, sondern einer, der unserer Philosophie entsprechend die Überbauung <Seven> mitträgt und nicht nur an die Gewinnmaximierung denkt.»