Unvergesslicher Stadtgarten

Auch das ist Frühling, besonders im April: nass und kalt. Aber mindestens die Gartenpflanzen sind dankbar, wenn es genügend Wasser gibt. Im Schnitt waren die Stadtgarten-Wochen aber von Petrus mehrfach bevorzugt behandelt gewesen und bleiben in guter Erinnerung.

Max Pflüger
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Zum Stadtgarten-Ausklang kamen wegen des schlechten Wetters nur wenige Schaulustige. Trotzdem bleibt der Stadtgarten-Event 2016 allen Beteiligten in bester Erinnerung. (Bild: Max Pflüger)

Zum Stadtgarten-Ausklang kamen wegen des schlechten Wetters nur wenige Schaulustige. Trotzdem bleibt der Stadtgarten-Event 2016 allen Beteiligten in bester Erinnerung. (Bild: Max Pflüger)

ALTSTÄTTEN. Wo man auch hinhörte am Samstag, mit dem schlechten Wetter zum Stadtgarten-Ausklang haderte auch unterm Regenschirm niemand. Gerühmt wurde der herrliche Anlass, der überdurchschnittlich gute Besuch und das mindestens in der Erinnerung mehrheitlich strahlende Wetter.

Beim Ausklang am Pflanztag mit Pflanzenmarkt dagegen waren zwar Besucher am Morgen immer da, wenn auch meist dünn gesät. Und am Nachmittag konnte man bisweilen die Marktgasse eher menschenleer antreffen. Trotzdem, wenn man nachfragte, bekam man nur begeisterte Auskünfte.

Für Altstätten wichtig

Auch Stadtpräsident Ruedi Mattle fand am Samstag nur lobende Worte: «Der Stadtgarten ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für Altstätten. Er vermittelt alle Werte des Städtchens: Schönheit, Gemütlichkeit und Begegnung. Er lädt ein zum Flanieren und Geniessen und er macht Lust auf Einkaufen und Einkehren.»

Für den Stadtpräsidenten ist der Anlass wichtig, weil er in die ganze Region und weit darüber hinaus ausstrahlt. Natürlich sei die Stadtgarten-Schau stark vom Wetter abhängig, meinte er. Bei Sonnenschein seien die Gassen voll, aber auch bei Regen kommen Gäste, wenn auch weniger.

Und für die Gartenbauer sei der Event eine gute Gelegenheit, ihr Gewerbe der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mit einer grundsätzlichen Überlegung schliesst Ruedi Mattle sein Statement: «Oft höre ich: Warum nicht Stadtgarten das ganze Jahr oder wenigstens den ganzen Sommer? Ich bin aber überzeugt, dass es gut ist so. Altstätten ist einen Monat lang grün und reizvoll verlockend. Das ganze Jahr hindurch Stadtgarten, das würde die Leute übersättigen und würde schnell nicht mehr so begeisternd und anziehend wirken.»

Attraktives stand bereit

Eigentlich wäre der Ausklang am Samstag ja wirklich attraktiv gewesen, mit dem Pflanzenmarkt und dem ersten Bauernmarkt der Saison 2016. Dass es wegen des Regens anders kam, ist nicht das Verschulden der organisierenden Igea.

Karin Thür zum Beispiel hatte ihren «Gwundernasen-Stand» mit Keramik- und Kunsthandwerkartikeln in der Marktgasse aufgestellt. Als zusätzliche Attraktion hatte sie den Naturschutz- und Biotop-Fachmann Marcel Tschofen aus Heerbrugg eingeladen. Er kam mit Amphibien und Reptilien, wie sie in naturnahen Gärten auch auf Stadtboden anzutreffen sind: Blindschleichen und Ringelnattern, Gras- und Wasserfrösche, Erdkröten. Mutige durften die harmlose Schlange in die Hand nehmen.

Zum Pflanztag erhielten Kinder von Blueme Judith einen Tontopf und Erde. Darin durften sie eine Blumenmischung ansähen. Fürs Fensterbrett wird sich da eine bunte Bienenweide entwickeln. Auch das, wie der Kontakt zu möglichen Gartenbewohnern, ein ökologisch sinnvolles Lehrstück. Wetterbedingt wurde leider auch dieses Angebot nur zurückhaltend genutzt.

Mit «Stadtgarten» zufrieden

Dass Besucher und Gäste im Stadtgarten vom Event durchwegs begeistert sind, mag kaum erstaunen. Aber auch die Altstätter Geschäftsinhaber sind praktisch einhellig begeistert.

Karin Thür, Gwundernase Obergasse: «Es hat viele Gäste angezogen, weit über die Region hinaus. Aus Zürich natürlich und vor allem auch aus der Innerschweiz kamen Leute. Extra wegen dem Stadtgarten, sagten sie.» Peter Schnell bestätigt diesen Eindruck. Ob es den Umsatz gesteigert hat, kann er allerdings nicht beurteilen. Zufrieden ist man im Städtli-Café, auch wenn dieses Jahr der Besuch etwas geringer gewesen sei als 2014. «Vermutlich, weil inzwischen die Zahl der Restaurants deutlich angewachsen ist.»

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