Unübliches Konzertvergnügen

Ein Konzertabend für Jung und Alt hat am Samstag im Haus der Musik stattgefunden: Der Männerchor trat ebenso auf wie verschiedene Formationen der Musikschule Oberrheintal. – Die Gegensätze waren gar nicht so gross.

Theodor Looser
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Auch der Nachwuchs überzeugte: Schüler und Schülerinnen der Musikschule Oberrheintal.

Auch der Nachwuchs überzeugte: Schüler und Schülerinnen der Musikschule Oberrheintal.

altstätten. Zwei ganz gegensätzliche Musikformationen traten am Samstagabend im «Chunrat – Haus der Musik» auf. Es sang der Männerchor Altstätten unter der Leitung von Wilfried Rohner. Anschliessend, vor und nach der Pause, spielte jeweils eine Band der Musikschule Oberrheintal, angeführt von Musiklehrer Andi Melzer.

Evergreen um Evergreen

Im ersten Teil des Programms waren auf Seiten des Männerchors Seemannslieder angesagt. Die Männerchörler erschienen mit Seemannsmützen und sangen zur Einleitung ein sogenanntes «Intrada».

Nach der Begrüssung des Publikums ging es gleich flott weiter mit dem ungarischen Lied «Heut geht es an Bord». Schlag auf Schlag folgten weitere alte Seemannslieder, die dem Publikum meist aus früheren Tagen vertraut waren, so zum Beispiel das Evergreen «Blaue Nacht am Hafen». Bei einigen Titeln griff Dirigent Wilfried Rohner zum Akkordeon, so auch beim abschliessenden «Heimweh», dem berühmten Lied von Freddy Quinn.

Nun kam die MSO-Band zu ihrem ersten Auftritt an diesem Abend. Begleitet und geführt von Musiklehrer Andi Melzer an der Bass-Gitarre spielten Stefanie Geisser, Gian-Marco Hutter, Melanie Marquart und Patrick Reichmuth einige bekannte Titel von verschiedenen Rockbands. Der Gegensatz zum Männerchor war gar nicht so gross, Musik bleibt eben Musik, und die jungen Leute von der MSO-Band bekamen mehrmals grossen Applaus vom gespannt lauschenden Publikum.

Volkstümliche Weisen

Nach der Pause waren auf Seiten des Männerchors Schlager und Balladen angesagt, ein eher neues Gebiet für den Chor, der diesmal frisch und vornehm angezogen im offiziellen Outlook auf der Bühne erschien.

«Griechischer Wein», das bekannte Lied von Udo Jürgens, machte den Anfang einer ganzen Reihe von volkstümlichen Titeln, die nacheinander vorgetragen wurden. Bei zweien wurde der Klang noch mit Klavierbegleitung von Simone Perron verstärkt.

Wie vorauszusehen war, wurden die Sänger mit tosendem Applaus zu einer Zugabe aufgefordert, welche auch sogleich gegeben wurde, diesmal sogar in englischer Sprache.

Gegensätze ziehen sich an

Wieder knüpfte nun eine Band der Musikschule nahtlos an das musikalische Geschehen an. Diesmal spielten Thomas Bosser, Celine Brocker, Andrin Sutter und Ramon Thür, wiederum begleitet von Andi Melzer.

Auch diese jungen Musiker und Musikerinnen hatten ihre Lieder fest im Griff. Ihre Pop- und Rocktitel fanden beim teilweise schon älteren Publikum viel Beachtung und Gefallen. Sie wurden mit viel Applaus für ihre Darbietungen bedacht.

Gegensätze ziehen sich an, das war an diesem Konzertabend klar zu sehen und zu hören. Männerchor und Rockband harmonierten problemlos, und das nicht nur bei den Proben.

Der Männerchor sang unter der Leitung von Wilfried Rohner eine Vielzahl schöner Lieder. (Bilder: Theodor Looser)

Der Männerchor sang unter der Leitung von Wilfried Rohner eine Vielzahl schöner Lieder. (Bilder: Theodor Looser)