Unter den Erwartungen

FAUSTBALL. Am Europacup in Linz verpassten die beiden Schweizer Beteiligten Widnau und Diepoldsau-Schmitter den Finaleinzug. Im «Derby» um Rang drei gewann Widnau.

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Cyrill Schreiber konnte die Niederlage gegen Pfungstadt nicht abwenden. (Bild: pd)

Cyrill Schreiber konnte die Niederlage gegen Pfungstadt nicht abwenden. (Bild: pd)

Widnau unterlag dem letztjährigen Finalgegner Pfungstadt mit 1:4, und Diepoldsau-Schmitter verlor gegen die Gastgeber aus Linz ebenfalls mit 1:4. Im kleinen Final am Samstagabend dominierten die Widnauer und holten sich mit einem deutlichen 4:0 gegen den Nachbarverein die Bronzemedaille. Neuer Europacup-Sieger ist der TSV Pfungstadt mit einem 4:1-Finalerfolg gegen die Linzer. Widnau gewann im letzten Jahr den begehrten Titel, wodurch eine weitere Schweizer Mannschaft am Europacup in Oberösterreich teilnehmen durfte. Diepoldsau sicherte sich 2014 mit dem Vizemeistertitel einen der vier Teilnehmerplätze.

Neuauflage des Finals 2014

Gleich der erste Halbfinal war die Neuauflage des letztjährigen Endspiels, in dem Pfungstadt nach einer 2:1-Führung den Titel an Widnau abgeben musste. Dementsprechend motiviert stiegen sie am vergangenen Freitag gegen den Titelverteidiger in die Partie. Schlagmann Patrick Thomas setzte die Widnauer Hinterreihe konstant unter Druck, was den Spielaufbau der Rheintaler erheblich erschwerte. Der Titelverteidiger hatte sichtlich Mühe, überhaupt ins Spiel zu finden. Vor allem das Zuspiel klappte auf Schweizer Seite nicht wie gewünscht. Dadurch konnten die Angreifer Cyrill Schreiber und Juliano Fontoura nicht den nötigen Druck aufbauen, um Pfungstadt in Bedrängnis zu bringen. So gingen die ersten beiden Durchgänge an die stark aufspielende deutsche Mannschaft.

Erst im darauffolgenden Satz konnte Widnau aufgrund einiger hochstehender Aktionen dagegenhalten. Die Rheintaler konnten sich durch die aufkommende Stimmung in den Match spielen und verkürzten mit dem Teilerfolg auf 1:2 in Sätzen. Im weiteren Spielverlauf konnte jedoch Pfungstadt nochmal zulegen und legte mit einem weiteren Teilerfolg zum 3:1 vor. Eine Auswechslung in Widnaus Hinterreihe brachte zwar wieder etwas neuen Schwung ins Rheintaler Spiel, doch auch dieser entscheidende Durchgang ging in der Verlängerung an die deutsche Mannschaft.

Auch Diepoldsau gelang der Start am Europacup nicht wie gewünscht. Gegen die Heimmannschaft Linz gerieten die Rheininsler in einen 0:3-Satzrückstand.

Diepoldsau unterliegt Gastgeber

Zwar gingen die Durchgänge jeweils nur knapp verloren, doch wurden Chancen bei wichtigen Punkten oft mit unnötigen Eigenfehlern aus der Hand gegeben. Auswechslungen im Angriff brachten im Rheintaler Spiel neue Reize. Im vierten Durchgang zeigte der amtierende Schweizer Vizemeister eine kämpferische Leistung und zwang Linz in die Verlängerung. Beim Stand von 14:13 gelang den Diepoldsauern der wichtige Punkt zum Satzgewinn. Damit tankten die Schweizer wieder Moral, doch Linz konnte konzentriert dagegenhalten und gewann den entscheidenden Durchgang deutlich mit 11:6.

Rheintaler Derby in Österreich

Damit trafen die beiden Rheintaler Mannschaften im kleinen Final zu einem weiteren Derby aufeinander, während Linz im Endspiel gegen Pfungstadt antreten musste. Widnau schien im Vergleich zum Vortag etwas mutiger und dominierte im gesamten Verlauf die Partie. In vier deutlichen Sätzen holte sich der Titelverteidiger gegen den Heimrivalen die Bronzemedaille. (pd)

1. Halbfinal: TSV Pfungstadt (GER) – Faustball Widnau (SUI) 4:1 (11:7, 11:5, 8:11, 11:6, 12:10); 2. Halbfinal: FBC ABAU Linz Urfahr (AUT) – SVD Diepoldsau-Schmitter (SUI) 4:1 (11:9, 12:10, 11:7, 13:15, 11:6). Kleiner Final: Faustball Widnau (SUI) – SVD Diepoldsau-Schmitter (SUI) 4:0 (11:6, 11:6, 11:4, 11:7). Final: TSV Pfungstadt (GER) – FBC ABAU Linz Urfahr (AUT) 4:1 (11:5, 11:6, 6:11, 11:6, 11:6).

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